Home News Mit „Devil’s Breath“ betäubt: Grindr-Date endet tödlich

Mit „Devil’s Breath“ betäubt: Grindr-Date endet tödlich

Ein junges Pärchen muss sich nun in London vor Gericht verantworten

Sujetbild - Adobe Stock

In London muss sich derzeit ein skrupelloses Pärchen vor Gericht verantworten: Der 25-jährige Joel Osei und seine Freundin, die 18 Jahre alte Diana Cristea, sollen über Grindr schwule Männer angelockt und dann mit der Droge „Devil’s Breath“ betäubt haben, um sie zu berauben. Einer der Männer überlebte die Tat nicht, schreibt die Boulevardzeitung Daily Mail. Die beiden Angeklagten beteuern ihre Unschuld.

„Ich konnte langsam nicht mehr atmen“, erinnert sich ein Überlebender

„Die letzten beiden Dinge, an die ich mich erinnere, sind, dass ich langsam nicht mehr atmen konnte und sich mein Kopf anfühlte, als würde Dunkelheit über mich hereinbrechen. Ich erinnere mich, dass ich aufgestanden bin und meine Beine sich wie Blei angefühlt haben. Ich erinnere mich, dass ich dachte, ich würde ohnmächtig werden, und dann muss ich tatsächlich ohnmächtig geworden sein“, erinnerte sich ein Opfer, das überlebt hat, bei der Zeugenaussage.

Osei hatte am 30. Mai 2019 Mann über Grindr zu einem Sexdate eingeladen. Als er dann auf der Toilette war, tropfte der Angeklagte „Devil’s Breath“ in den Orangesaft seines Opfers – das besonders in Kolumbien verbreitete Scopolamin, eine Droge, die zur Willenlosigkeit führen kann und in den 1950er Jahren deshalb auch als „Wahrheitsserum“ eingesetzt wurde.

Während seiner Bewusstlosigkeit soll Cristea dazugekommen sein, zusammen sollen sie dem Mann seine Geldbörse, zwei Laptops sowie Bank- und Kreditkarten im Gesamtwert von etwa 2.000 Pfund gestohlen haben. Das Opfer wurde später von einem Nachbarn gefunden, der die Rettung verständigte.

Die Überdosis der Droge führte zum Tod des Profi-Tänzers

In einer Überdosis führt „Devil’s Breath“ zum Tod – so wie beim irischen Profi-Tänzer Adrian Murphy. Der Anklage zufolge hat sich der 43-Jährige am 1. Juni über Grindr mit Osei verabredet. Vier Tage später wurde er von seinem besten Freund tot in seiner Wohnung im Süden Londons aufgefunden.

Die Angeklagten sollen in seinem Namen versucht haben, bei einem Juwelier in New York Diamanten im Wert von 80.000 Dollar zu kaufen. Außerdem wurden eine Louis-Vuitton-Tasche, eine Brieftasche und ein Laptop aus Murphys Wohnung aus dem 17. Stock eines Hochhauses in Battersea im Süden Londons gestohlen.

Die Angeklagten beteuern vor Gericht ihre Unschuld. Der Prozess wird fortgesetzt.

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