HOSI Wien trauert um Opfer des Terroranschlags

Gudrun war Besucherin der Lesbengruppe und der Resis.dance-Tanzabende

Symbolbild: Kerze
Symbolbild - Fotolia/saukul

Die HOSI Wien trauert um Gudrun, die beim Terroranschlag am 2. November im Wiener Bermuda-Dreieck ums Leben gekommen ist. Die 44-Jährige war Besucherin der Lesbengruppe und der Resis.dance-Tanzabende, wie der LGBTI-Verband auf seiner Homepage mitteilt.

„Sie hatte stets ein Lächeln auf den Lippen und immer ein offenes Ohr für andere“

„Gudrun war ein sehr lebensfroher Mensch, hatte stets ein Lächeln auf den Lippen und immer ein offenes Ohr für andere. Ihre Herzlichkeit werden wir schmerzlich missen“, gedenkt ihr die HOSI Wien.

Die 44-Jährige arbeitete unweit des Tatortes in einem Büro für die Firma Tribotecc. Am 2. November gegen 20.00 Uhr trank sie mir ihren Freunden noch neben ihrem Arbeitsplatz mit Kollegen ein After-Work-Bier vor dem Lockdown, wie sich ihre Schwester im Standard erinnerte. Es sollten die letzten Momente ihres Lebens werden.

Gudrun war eine Verfechterin von Toleranz und wollte immer vermitteln

„Sie war eine liebende Lebenspartnerin, Tochter, Schwester, Enkelin, Nichte, Tante, Cousine – und sie war sehr, sehr vielen Menschen eine gute Freundin“, so Gudruns Schwester. Sie sei eine große Verfechterin von Toleranz gewesen und wollte immer vermitteln: „Für sie war ein Mensch in erster Linie ein Mensch, Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft, gesellschaftlicher Stand, Aussehen, Glaube, Ansichten, Vorlieben waren nebensächlich.“

Die HOSI Wien spricht ihrer Lebenspartnerin, der Familie und ihren Freundinnen und Freunden ihr tiefstes Mitgefühl und aufrichtiges Beileid aus. „Es ist ein furchtbarer Verlust und Gudrun wird immer in unseren Gedanken bleiben“, so der Verein. Auch die Grünen Andersrum sprachen den Hinterbliebenen ihre Anteilnahme aus.


Für alle, die nach dem Terroranschlag von Wien Rat und Hilfe brauchen, gibt es vielfältige Angebote:

  • Psychiatrische Soforthilfe für Wien – 24h-Hotline: +43 1 31330
  • Notfallpsychologischer Dienst Österreich – 24h-Hotline: +43 699 188 554 00
  • Corona-Sorgen-Hotline 8–20 Uhr: +43 1 4000 53000
  • Kriseninterventionszentrum: +43 1 406 95 95