Weißer Republikaner gibt sich im Netz als schwarzer schwuler Trump-Fan aus

Doch dann vergisst er ein entscheidendes Detail...

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Es ist ein Running Gag in der US-amerikanischen Community: Was ist die kleinste Gruppe bei einer Pride-Parade? Die schwulen schwarzen Republikaner – weil das nur einer ist. Und selbst, wenn sich ein Vertreter dieser seltenen Spezies an die Öffentlichkeit wagt, ist es vielleicht nicht so, wie es scheint…

„Als schwarzer Schwuler muss ich persönlich sagen“, twittert der weiße Browning

„Als schwarzer Schwuler muss ich persönlich sagen, dass Obama nichts für mich getan hat“, beginnt ein Tweet von Dean Browning. Allerdings: Der ist weiß, bekennender Republikaner – und hat mit dieser Nachricht auf einen eigenen Tweet geantwortet. Offenbar hat Browning vergessen, auf das entsprechende Fake-Profil umzuschalten.

Der Fauxpas verbreitete sich auf Twitter wie ein Lauffeuer. Aufmerksame User haben bemerkt, dass unter Brownings Profil auffällig oft ein „Dan Pundy“ postet – ein schwuler Afroamerikaner mit auffällig konservativen Ansichten: „Mein schwarzer schwuler Arsch wird am Dienstag ganz vorne in der Schlange stehen, wenn ich Donald Trump wiederwähle“ steht dort genauso wie die Frage, warum Afroamerikaner so gewalttätig seien.

Browning spricht von einem Missverständnis – doch keiner glaubt ihm

Dean Browning selbst bestreitet übrigens, ein Fake-Profil als schwuler Afroamerikaner zu haben. Ihm habe ein Fan diese Nachricht zugeschickt, und er habe nur vergessen, das entsprechend zu deklarieren, so seine Verteidigung.

Er postete sogar ein fast ein Minuten langes Video, in dem ein Afroamerikaner bestätigt, Browning diese Nachricht gesendet zu haben. Doch das will ihm keiner so recht glauben – auch nicht Twitter: Sein Account wurde mittlerweile wegen Verletzung der Regeln deaktiviert.