Mittwoch, 28. Februar 2024
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Passauer Bischof: Inter Menschen kein drittes Geschlecht

Homosexuelle Neigung sei "einfach da" - ihr dürfe aber nicht nachgegeben werden

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Der Passauer Bischof Stefan Oster hat sich für Verständnis, aber gegen eine deutlich offenere Haltung der römisch-katholischen Kirche gegenüber sexuellen Minderheiten ausgesprochen. In seiner Predigt zum „Fest der Heiligen Familie“ im Passauer Dom erklärte er: „Ihre Neigung ist ja in der Regel einfach da.“ Das Problem seien nicht die Gefühle, sondern ihr Ausleben, berichtet domradio.de.

„Ich kenne Menschen, die spüren, dass bei diesem Akt etwas nicht passt“

Damit liegt der bayerische Bischof auf der offiziellen Kirchenlinie: Für Katholiken ist in Glaubensfragen der 1992 von Papst Johannes Paul II. herausgegebene „Weltkatechismus“ verbindlich. Diesem zufolge ist Homosexualität selbst keine Sünde – gleichgeschlechtlicher Sex wird aber als „in sich nicht in Ordnung“ verurteilt.

Der Passauer Bischof betonte, er könne nachempfinden, dass diese Haltung schwer zu verstehen sei. „Ich kenne aber auch Menschen, die obgleich sie homosexuell empfinden, in sich spüren, dass die Kirche mit ihrer Lehre trotzdem recht hat. Sie spüren, dass bei diesem Akt für sie etwas nicht passt“, betonte er – ohne zu erwähnen, dass dieser innere Konflikt bei den Betroffenen zu schweren psychischen Schäden führen kann.

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Bei inter Menschen handelt es sich um eine „Beeinträchtigung“

Bei inter Menschen handle es sich Oster zufolge um eine „Beeinträchtigung“, wenn biologisch keine klare Zuordnung zum männlichen oder weiblichen Geschlecht möglich sei. Wo Intersexualität vorkomme, habe „die Natur die Variante eines Menschen hervorgebracht, dem etwas fehlt“. Inter Menschen seien „mit aller Menschenwürde und allen Personenrechten ausgestattet“, betonte er.

Auf keinen Fall gehörten sie allerdings einem dritten Geschlecht an: Der Bischof von Passau verglich sie mit Menschen, die „blind geboren“ wurden oder „mit einem Herzfehler oder mit einer anderen Beeinträchtigung“.

Mit trans Menschen hat der Bischof nur „ganz geringe persönliche Erfahrung“

Oster erklärte dem Kirchenvolk von Passau auch, dass es Menschen gebe, die „biologisch klar als männlich oder weiblich aufwüchsen, sich aber in dieser geschlechtlichen Identität falsch fühlten“, wie domradio.de berichtet: „Und die deshalb gerne eine Veränderung in der Geschlechtszugehörigkeit wünschen. Sie werden Transpersonen genannt oder nennen sich selbst so“. Weil er nur „ganz geringe persönliche Erfahrung mit solchen Menschen habe“, könne und wolle er hier nicht urteilen.

Oster betonte, Gläubige sollten „in der Begegnung mit Menschen, die über diese Dinge anders denken und anders leben“ offen und annehmend sein, da Gott das Heil jedes Menschen wolle – unabhängig von dessen sexueller Orientierung.

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