„Hitler-Transe“: RTL schmeisst Nina Queer aus dem Dschungelcamp

Ein schwuler Ersatzkandidat ist schon gefunden

Nina Queer
privat

Die Berliner Drag-Queen Nina Queer wird nicht an „Ich bin ein Star – Die große Dschungelshow“ teilnehmen. Das hat die Mediengruppe RTL am Montagnachmittag bekanntgegeben. Grund dafür war ein rassistischer Ausraster, den die heute 35-Jährige im Jahr 2017 hatte.

Nach einem schwulenfeindlichen Angriff forderte sie die sofortige Abschiebung der Täter

So forderte sie auf Facebook die sofortige Abschiebung schwulenfeindlicher Gewalttäter nach einem Angriff in Kreuzberg – erst nach heftiger Kritik ruderte sie zurück. Ihr sei „die Hutschnur gerissen“, begründete sie ihren Eintrag, den sie daraufhin löschte. Mit ihrer späteren Äußerung „Dann bin ich eben die erste Hitler-Transe“ hatte sie in einem Interview erneut für Aufsehen und Kritik gesorgt.   

„Vor dem Hintergrund aktueller Diskussionen und unserer Haltung, jegliche Form von Antisemitismus, Rassismus sowie Diskriminierung klar zu verurteilen, können und wollen wir jemanden, der sich selbst ‚Hitler-Transe‘ nennt, keine Plattform in einer Unterhaltungssendung bieten. Dies haben wir im entsprechenden Vorgehen bei DSDS klar gezeigt. Hier gibt es keine Grauzone. Wir erkennen Nina Queer als Künstlerin an, aber wer öffentlich solche Begrifflichkeiten wählt, ob als bloße Provokation gedacht oder nicht, dem wollen wir konsequenterweise keine Bühne bieten.“, so RTL-Geschäftsführer Jörg Graf.

„Prince Charming“-Kandidat Sam Dylan springt für Nina Queer ein

Den Platz von Nina Queer bei „Ich bin ein Star – die große Dschungelshow“ wird nun „Prince Charming“-Kandidat Sam Dylan einnehmen. In der schwulen Dating-Show stieg er in der fünften Folge freiwillig aus. Im Dezember 2019 machte er im Showfinale von „Bachelor in Paradise“ die Liebe zum Kandidaten Rafi Rachek öffentlich. Dieser outete sich zuvor in der Show als schwul.

Im Ersatzdschungel wird Dylan auf einen alten Bekannten treffen: Zweiter schwuler Teilnehmer bei „Ich bin ein Star – Die große Dschungelshow“ ist „Prince Charming“-Gewinner Lars Tönsfeuerborn. Die Beziehung zum „Prinzen“ Nicolas Puschmann hielt mehr als ein Jahr – bis Tönsfeuerborn sie wegen des „öffentlichen Drucks“ beendete. RTL zufolge sucht er im Dschungel „Ablenkung“ von der Trennung.

Die erste Folge von „Ich bin ein Star – die große Dschungelshow“ läuft am 15. Jänner ab 22.15 Uhr auf RTL. Das Finale findet am 29. Jänner statt – mit dabei sind neben dem bewährten Moderatoren-Duo Sonja Zietlow und Daniel Hartwig auch Teilnehmer der 14 vergangenen Staffeln und – extra aus Australien eingeflogen – „Dr. Bob“, der „Bestandteil jeder Live-Show“ werden soll.