Brandanschlag auf Haus von Pornostar Matthew Camp

Matthew Camp
Matthew Camp/Instagram

Einer der bekanntesten schwulen Porno-Darsteller der USA hat letzten Donnerstag bei einem Brandanschlag sein ganzes Hab und Gut verloren – nun vermutet Matthew Camp, dass es sich um ein gezieltes Hassverbrechen gehandelt haben könnte.

Ein Brandstifter hat die Veranda mit Benzin in Brand gesetzt

So hat Camp, der in New York auch das schwule Modelabel „Daddy Couture“ betreibt, am Montag bekanntgegeben, dass ein Unbekannter sein Haus im „Witchcraft District“ der City of Poughkeepsie, einem 32.000 Einwohner zählenden Ort, etwa 140 Kilometer nördlich von New York City, in Brand gesetzt hat. „Ein Brandstifter hat Benzin auf die Veranda meines Heims gegossen und es in einem offensichtlichen Hassverbrechen angezündet“, schrieb Camp zu Fotos der Feuerbrunst auf Instagram.

Der 36-Jährige schreibt, er habe zum Zeitpunkt der Brandstiftung im Haus geschlafen. Er konnte mit seinem Mitbewohner Six Carter allerdings rechtzeitig fliehen, beide sind unverletzt geblieben. Allerdings habe er durch den Brand seinen gesamten Besitz verloren. Mittlerweile hat auch die Polizei von Poughkeepsie bestätigt, dass es sich bei dem Feuer um Brandstiftung gehandelt hat. Sie bittet um Hinweise zur Ergreifung des Täters.

Homophobie oder Hass auf die „Church of Satan“ als Motiv?

Über das Motiv für die Brandstiftung herrscht Unklarheit: Camp glaubt, dass seine sexuelle Orientierung der Grund für die Tat war. „Teilt die Geschichte, weil queere Menschen noch immer in aller Welt attackiert werden“, schreibt er seinen mehr als 650.000 Fans auf Instagram. Er veröffentlichte auch das Video einer Überwachungskamera, auf dem zu sehen ist, wie eine Person in einem Kapuzenpulli auf der Veranda eine Flüssigkeit aus einem Benzinkanister vergießt.

Allerdings konnte auch der Vormieter und der damit verbundene Ruf des Hauses ein Grund für die Brandstiftung sein: Bis zum letzten Jahr gehörte das Haus, das in der Umgebung „Halloween House“ genannt wurde, Joseph Mendillo – einer stadtbekannten Persönlichkeit, der auch Priester der 1966 in San Francisco gegründeten „Church of Satan“ ist.

Matthew Camp
Matthew Camp/Instagram

Er dekorierte das Haus unter anderem mit Hexenfiguren. Anders als der Name vermuten lässt, handelt es sich bei der „Kirche“ um eine LGBTI-freundliche Atheistengemeinschaft.

Matthew Camp gilt als einer der Pioniere des Sozialen Netzwerks „OnlyFans“, auf dem jeder seinen zahlenden Abonnenten Bilder oder Videos zugänglich machen kann. In der Pornobranche ist der Dienst beliebt, weil die Darstellerinnen und Darsteller damit unabhängig von den herkömmlichen Studios arbeiten können.