Conchita ätzt über ihre Wurzeln

Kein gutes Wort über die queerste Casting-Show der österreichischen Fernsehgeschichte

Conchita und Martin Zerza
Screenshot: The Unstoppables/YouTube

Als Tom Neuwirth begann er seine Karriere im Rampenlicht in der ORF-Show „Starmania“. Heute lästert er als Conchita über die Sendung, die ihm die erste Chance zu einem großen Auftritt gegeben hat.

„Wir waren so on fire! Wir haben gefeiert, dass ‚Starmania‘ wieder da ist. Und Woche für Woche für Woche für Woche für Woche wurde es schlechter, langweiliger und vorhersehbarer“, ätzte Neuwirth auf seinem YouTube-Kanal mit Ex-Teilnehmer Martin Zerza über die letzte Folge von „Starmania“.

„Ich will als Zuseher entertaint werden und mir nicht mit meinem Taschenrechner ausrechnen müssen, wer wann wie wo weiterkommt“ Die beiden Ex-Teilnehmer kommentieren jede Woche live während der Sendung vom Wohnzimmersofa aus die Teilnehmer:innen der aktuellen Staffel.

Dabei ist es wohl die queerste und bunteste Staffel, die es jemals bei Starmania gegeben hat: Mit Anna Buchegger und Vanessa Dulhofer sind zwei queere Kandidatinnen nicht nur im Finale – ihnen werden auch gute Chancen auf den Gesamtsieg zugeschrieben. Bis in die Finalshows bezauberte unter anderem Philip Piller mit Stimme, Peformance und Persönlichkeit die Zuseher:innen. Bereits im Semifinale schied der steirische Friseur Thomas Glantschnig aus.

Ob die Sticheleien gegen die ORF-Show damit zu tun haben, dass Conchita beim größten Mitbewerber des öffentlich-rechtlichen Senders angeheuert hat? Für die ProSiebenSat.1-Gruppe, zu der in Österreich die beiden größten Privatsender ATV und Puls 4 gehören, ist Neuwirth derzeit groß im Geschäft: Am 15. Mai präsentiert er gemeinsam mit Steven Gätjen auf ProSieben den „Free ESC“ – Stefan Raabs Konkurrenz zu jenem traditionsreichen Bewerb, der Conchita weltbekannt gemacht hatte. Und am kommenden Donnerstag ist Conchita beim „Gamechangers Festival“ von Puls 4 zu Gast.