Mindestabstand und 35 Grad: Das wird die Regenbogenparade

Die Jubiläums-Parade ist ein kräftiges Lebenszeichen nach einem Jahr Corona-Pause

Symbolbild: Pride
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Morgen, Samstag, findet auf der Wiener Ringstraße die 25. Regenbogenparade statt. Nachdem die Veranstaltung letztes Jahr aufgrund der Corona-Pandemie ausgefallen ist, meldet sich die Community heuer wieder zurück – wenn auch nicht so lautstark wie in anderen Jahren. Und auch sonst gilt: Sicherheit zuerst.

Fuß und Rad statt Truck und Auto

So wird es dieses Jahr keine großen Trucks geben, andersrum über den Ring dürfen im Jahr 2021 ausschließlich Fußgänger:innen , Rolllstuhlfahrer:innen, Inline-Skater:innen, Tretroller und Radfahrer:innen. Auch gilt für Personen, die nicht im gleichen Haushalt wohnen, ein Mindestabstand von einem Meter. (Atemschutz-)Masken müssen nicht verpflichtend getragen werden, die HOSI Wien als Veranstalterin empfiehlt aber einen FFP-2-Schutz und einen vorherigen PCR-Test.

Doch auch unter diesen Voraussetzungen bleibt die Parade bunt und laut: Die einzelnen Gruppen treffen sich bereits gegen Mittag, um dann ab 14.00 Uhr „andersrum“ – also gegen die Fahrtrichtung – für gleiche Rechte zu marschieren. Treffpunkt vor der Parade ist für die meisten Gruppen zwischen dem Schottentor und dem Rathausplatz.

Ab 17.00 Uhr findet am Rathausplatz die Abschlusskundgebung mit den entsprechenden Ansprachen statt. Während der Abschlusskundgebung findet auch der traditionelle Moment des Gedenkens statt, wo die Community eine Minute innehält, um an jene Menschen zu erinnern, die an der Immunschwächekrankheit HIV/AIDS verstorben sind oder aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität Opfer eines Gewaltverbrechens wurden.

Hitzewarnung: Sonnenschutz, Kopfbedeckung und Getränke nicht vergessen!

Teilnehmer:innen sollten sich dieses Jahr besonders sorgfältig auf die Regenbogenparade vorbereiten: Meteorologen sagen Temperaturen bis zu 35 Grad voraus, die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) hat eine Hitzewarnung herausgegeben. Sonnenschutz, eine Kopfbedeckung und ausreichend (alkoholfreie) Getränke sollten also in keinem Pride-Set fehlen. Denn der gewerbliche Ausschank in oder an der Parade ist dieses Jahr verboten.

Trotz der besonderen Umstände ist auch dieses Jahr nach der Parade vor der Party: Die größten schwulen Partyveranstalter haben sich zusammengefunden, um am Heldenplatz die 25. Regenbogenparade besonders ausklingen zu lassen: Astronaughty, Ken, Männer im Garten, OMG sowie Porntrash veranstalten vor dem Weltmuseum Wien gemeinsam die „Heldenbar“. Hierbei gelten 3-G-Regel, Registrierung und Mindestabstand. Dann kann der erste Paradenabend nach der Corona-Pandemie auch stilgerecht ausklingen.