Home Sport Fußball Zum Münchner CSD darf die Allianz-Arena in Regenbogenfarben leuchten

Zum Münchner CSD darf die Allianz-Arena in Regenbogenfarben leuchten

Am Samstag geht von der Allianz Arena eine Botschaft in die Welt

Allianz-Arena in Regenbogen-Farben
FC Bayern München

Am Samstag feiert München seinen Christopher Street Day (CSD). Und passend dazu wird die Allianz Arena drei Stunden lang in Regenbogenfarben erleuchten. Das hat der FC Bayern München bekanntgegeben. Während der EM-Spiele in der bayerischen Hauptstadt hatte der europäische Fußballverband UEFA diese Beleuchtung untersagt – nur ein trauriger Höhepunkt im Versagen des Verbandes, wenn es um die Rechte sexueller Minderheiten geht. 

Der FC Bayern setzt „ein weltweit sichtbares Zeichen für Toleranz“

Mit der Regenbogen-Arena möchte der deutsche Fußball-Rekordmeister “wie bereits in den vergangenen Jahren ein weltweit sichtbares Zeichen für Toleranz sowie gegen Homophobie und Diskriminierung jeder Art”, wie es in einer Mitteilung des FC Bayern München heißt. „Der FC Bayern möchte einmal mehr ein klares Signal aussenden, dass er für Weltoffenheit und Vielfalt steht. Diskriminierung und Ausgrenzung dürfen weder im Sport noch in unserer Gesellschaft Platz haben“, so Präsident Herbert Hainer. 

Damit sind die oft geschmähten Bayern zumindest hier konsequenter als die UEFA: Denn die Beleuchtung des Stadions in Regenbogenfarben war vor dem letzten EM-Gruppenspiel Deutschlands gegen Ungarn zum Politikum geworden. Das ungarische Parlament hatte zuvor ein LGBTI-feindliches Gesetz verabschiedet. Daraufhin wollte die Stadt München das Stadion als Zeichen der Solidarität bunt beleuchten. 

Die Bayern zeigen der UEFA, wie leicht Solidarität sein kann

Das hat die UEFA allerdings mit einem Hinweis auf den politischen Charakter der Beleuchtung abgelehnt – um nach einem entsprechenden Shitstorm wenig später selbst scheinheilig das eigene Logo in Regenbogenfarben zu posten. Doch dagegen, dass in der Budapester Puskás Aréna und der Fanzone der ungarischen Hauptstadt Regenbogenflaggen von Ordnern entfernt wurden, stieß sich der Verband nicht. 

Auch gegen die Regenbogen-Kapitänsbinde von Manuel Neuer, Spielführer der Bayern und der deutschen Nationalmannschaft, hatte die UEFA kurzfristig ermittelt – um die Ermittlungen wenig später wieder einzustellen. Das führte wiederum dazu, dass sowohl der niederländische Kapitän Georgino Wijnaldum als auch sein englischer Kollege Harry Kane ebenfalls mit Regenbogenbinde einliefen. 

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