Home News Chronik Wegen Regenbogenflagge: Prügelei am Rande des Münchner CSD

Wegen Regenbogenflagge: Prügelei am Rande des Münchner CSD

Müchner Polizei prüft schwulenfeindliches Motiv

Polizei
Symbolbild - Fotolia

Am Rande des CSD München kam es zu einem mutmaßlich schwulenfeindlichen Vorfall unter Teenagern: Wie die Polizei der bayerischen Landeshauptstadt berichtet, ist es nach der Parade zu einer Schlägerei im Englischen Garten gekommen. Auslöser war eine Regenbogenflagge. 

Einem 16-Jährigen wurde eine Regenbogenflagge vom Körper gerissen

Eine kleine Gruppe Jugendlicher feierte des CSD am Samstagnachmittag in der Nähe der Volleyballplätze im Englischen Garten. Darunter waren auch ein 15- und ein 16-Jähriger aus Freising sowie ein weiterer 15-Jähriger aus dem Landkreis Freising. Der 16-Jährige hatte sich dabei eine Regenbogenflagge um den Hals gebunden. 

Gegen 15.20 Uhr liefen drei weitere Jugendliche an ihnen vorbei, zwischen 15 und 17 Jahren und aus dem Landkreis München. Einer von ihnen, 16 Jahre alt, zog dem Burschen aus Freising die Regenbogenflagge vom Körper. Daraufhin kam es zum Streit. 

Im Laufe dieser Auseinandersetzung schubste der 16-jährige Münchner den 15-jährigen Freisinger zu Boden. Der 15-jährige Münchner trat daraufhin den am Boden liegenden in den Oberkörper und schlug ihm mit der Faust ins Gesicht. Dabei wurden beide leicht verletzt. 

Die Polizei konnte die Verdächtigen schnell finden

Die Tatverdächtigen flüchteten, konnten von der herbeigerufenen Polizei aber schnell ausfindig gemacht werden. Die Teenager wurden vorläufig festgenommen, ihre Eltern informiert. Nach den erforderlichen polizeilichen Maßnahmen wurden die Burschen wieder auf freien Fuß gesetzt. 

Gegen die drei Jugendlichen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen räuberischer Erpressung sowie gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Nun prüft das Kommissariat 44 der Münchner Polizei, ob dem Angriff um ein schwulenfeindliches Motiv zugrunde liegt.