Lesbisch-schwules Stadtfest in Berlin jetzt endgültig abgesagt

Corona-Lage lässt keine sichere Planung zu

Berlin: Nollendorfplatz
Standardizer/Wikimedia - CC BY-SA 3.0

In Berlin wird das lesbisch-schwule Stadtfest auch dieses Jahr aufgrund der Corona-Lage ausfallen. Das berichtet das Szenemagazin Siegessäule. Das zweitägige Fest rund um die Motzstraße ist das größte LGBTI-Stadtfest in Europa. 

350.000 Gäste im Wohngebiet sind in Zeiten von Corona zu viel

Das lesbisch-schwule Stadtfest ist normalerweise ein Fixpunkt im Kalender der Berliner Community und zieht auch viele Gäste an. Bei der letzten Ausgabe des zwei Tage dauernden Festes kamen nach Angaben der Veranstalter dafür rund 350.000 Menschen nach Berlin. 

Aufgrund der unberechenbaren Pandemie-Situation mit verschiedenen Virusmutationen müsse man die Reißleine ziehen, heißt es vom Regenbogenfonds der schwulen Wirte, der das Fest veranstaltet. Bereits im letzten Jahr musste das Fest, das bereits 27-mal stattfand, wegen Corona abgesagt werden. 

Im Juli 2022 soll es das nächste Stadtfest geben

Den aktuellen Corona-Beschränkungen in Berlin zufolge sind Veranstaltungen nur mit bis zu 25.000 Teilnehmer:innen erlaubt. Für die Besucher:innen gilt die 3-G-Regel. Das ist beim lesbisch-schwulen Stadtfest, das rund um die Motzstraße und damit in einem Wohngebiet stattfindet, praktisch nicht möglich.  

Gestartet ist das lesbisch-schwule Stadtfest in Berlin an einem Wochenende im Pride-Monat Juni. Dann wurde es auf Juli verschoben. Dieses Jahr sollte es zunächst im September stattfinden und wurde dann auf das Wochenende 2./3. Oktober verschoben. Nun soll das 28. Fest am 16./17. Juli 2022 stattfinden.