Maßnahmen verschärft: Nur mehr geimpft oder mit PCR-Test in den Club

Auch beim Grünen Pass gibt es Verschärfungen

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Auch in Österreich steigen die Corona-Infektionszahlen weiter an. Die Bundesregierung wird deshalb einige Maßnahmen verschärfen – das betrifft auch die Nachtgastronomie und damit einen wesentlichen Teil der queeren Szene in Österreich. 

In der Nachtgastronomie werden die Regeln verschärft

So wird der Zutritt in die Nachtgastronomie ab 22. Juli nur noch für Geimpfte oder mit einem aktuellen PCR-Test möglich sein. Dieser darf nicht älter als 72 Stunden sein. Das führt vor allem außerhalb Wiens zu Einschränkungen: Denn in Wien gibt es mit “Alles gurgelt” die Möglichkeit, kostenlos einen PCR-Selbsttest zu machen, in den anderen Bundesländern gibt es dieses Angebot nicht. 

Für alle anderen Lokale, Veranstaltungen oder Hotels reicht weiterhin der Grüne Pass. Doch auch hier gibt es Verschärfungen: Die Gästeregistrierung, die eigentlich am 22. Juli auslaufen sollte, wird beibehalten. Den Grünen Pass gibt es auch künftig nicht mehr nach der ersten Impfung, sondern erst bei vollständiger Immunisierung. Dafür ist wird das Zertifikat bereits ab dem Tag der Impfung gültig. 

Innerhalb einer Woche hat sich die Zahl der Infektionen mehr als verdoppelt

Diese neuen Maßnahmen sind das Ergebnis der Beratungen der Coronavirus-Taskforce, die am Donnerstag zusammengetreten war. Gesundheitsminister Wolfgang Müchstein sagte, die Ausbreitung der Delta-Variante sei für ihn Anlass zur Sorge und ein klarer Handlungsauftrag gewesen. An junge Menschen appellierte er, sich impfen zu lassen. 

Die Zahlen explodieren wieder: Wurden letzten Freitag noch 163 neue Fälle gemeldet, waren es heute bereits 341 – mehr als doppelt so viele. Als Gründe für den Anstieg nennt das Gesundheitsministerium die Öffnungsschritte und Lockerungen vom 1. Juli, etwa die Öffnung der Nachtgastronomie, die Dominanz der Delta-Variante, die bereits 90 Prozent der Fälle ausmachen dürfte, sowie Ansteckungen im Zusammenhang mit Urlaubsreisen. 

In der ZIB2 betonte Mückstein, dass man aufgrund der weiter steigenden Zahlen frühzeitig reagieren müsse, um nicht die Fehler des vorigen Sommers zu wiederholen. Jetzt gebe es noch die Möglichkeit, “an kleinen Schrauben zu drehen”. Steige die 7-Tage-Inzidenz auf 75, könnte Österreich wieder zu einem Risikogebiet erklärt werden, was dem Tourismus schaden würde. Derzeit liegt dieser Wert bei 17.