Vergewaltigung im Auto: Zwei Männer festgenommen

Der Fahrer hatte mehr als ein Promille Alkohol im Blut

Polizei
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Im bayerischen Hof sollen zwei bulgarische Arbeiter einen polnischen Kollegen während einer Autofahrt vergewaltigt haben – und dabei auch noch gleich mehrere andere Gesetze gebrochen haben. Nun sitzen die beiden Männer in Untersuchungshaft, wie das Polizeipräsidium Oberfranken und die Staatsanwaltschaft Hof berichten.

Die beiden Männer fingen an zu randalieren und nahmen dann den 28-Jährigen mit

Die Gruppe, die den Behörden zufolge in einem Mehrfamilienhaus in Hof wohnt, habe sich zu einer kleineren Feier getroffen. Auf der sei „reichlich Alkohol“ konsumiert worden – bis die Stimmung gegen 22.15 Uhr gekippt sei: Die beiden Bulgaren im Alter von 24 und 40 Jahren seien mit ihren Fäusten auf mehrere Mitfeiernde losgegangen – darunter auch auf den 28 Jahre alten Polen.

Danach hätten sie sich von der Feier entfernt. Den Polen hätten sie unter Androhung weiterer Schläge gezwungen, sie zu begleiten, so die Behörden in ihrer Mitteilung. Dann begann die Wahnsinnsfahrt: Auf dem Weg ins wenige Kilometer entfernte Ködlitz überfuhren die beiden Bulgaren mit hoher Geschwindigkeit mehrere rote Ampeln.

Auch der Führerschein des 24-Jährigen war gefälscht

Währenddessen nötigten die Männer den Polen zu sexuellen Handlungen. Diese wurden erst dann beendet, als ein Streifenwagen aus Hof das Auto stoppte. Die beiden Bulgaren wurden noch an Ort und Stelle vorläufig festgenommen. Denn der 24-jährige Fahrer hatte nicht nur mehr als ein Promille Blut im Alkohol, sondern zeige den Beamten auch einen „totalgefälschten bulgarischen Führerschein“, so die Polizei.

Die Kriminalpolizei Hof hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Gegen die beiden Männer wird unter anderem wegen Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Vergewaltigung ermittelt. Der Fahrer muss sich zusätzlich noch wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und unter Alkoholeinfluss verantworten.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hof wurden die beiden Bulgaren am Sonntag einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ einen Untersuchungshaftbefehl. Die Verdächtigen sitzen nun in unterschiedlichen Justizanstalten. Über den Zustand des Opfers ist nichts bekannt.