Angriff auf nicht-binäre Person: Verdächtiger stellt sich

Polizeilicher Staatsschutz ermittelt weiter

Polizei Berlin
Symbolbild

In Berlin hat sich ein 34-Jährger nach einem mutmaßlichen Angriff auf eine nicht-binäre Person am Donnerstagabend der Polizei gestellt. Der Mann wird verdächtigt, am Mittwoch das Opfer aus Hass auf seine Geschlechtsidentität mit einer Pistole bedroht zu haben. Wie die Polizei mitteilt, sei er freiwillig auf dem Revier erschienen, es gilt die Unschuldsvermutung.

Die Polizei hat eine Schreckschusspistole beschlagnahmt

Der 34-Jährige wurde von der Berliner Polizei erkennungsdienstlich behandelt, seine Wohnung wurde durchsucht. Dabei wurde auch die Schreckschusspistole beschlagnahmt, die der Mann verwendet haben soll. Nachdem die beiden Maßnahmen beendet waren, konnte der Mann die Polizeistation wieder verlassen.

Mit dem Mann kam auch eine 25-jährige Frau auf die Dienststelle, die ebenfalls bei der Tat anwesend gewesen sein soll. Gegen sie besteht allerdings kein Tatverdacht. Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen soll sie vielmehr versucht haben, ihren Partner von der Tat abzubringen.

Weitere Angaben zu dem Mann oder den aktuellen Stand der Ermittlungen machte die Berliner Polizei nicht. Der 34-Jährige wird verdächtigt, die 24 Jahre alte nicht binäre Person Toto Stoffels beleidigt und mit einer Waffe bedroht zu haben. Stoffels hatte ein Video des Vorfalls auf Sozialen Medien veröffentlicht. 

Die weiteren Ermittlungen dauern an

Demnach saß Stoffels im Berliner Stadtteil Lichtenberg auf den Stufen eines Supermarktes, als der Verdächtige der Person etwas zugerufen hatte, das das Wort „trans“ enthalten soll. Auf die Entgegnung, kein Deutsch zu sprechen, soll der Mann offenbar auf Englisch „Ich werde dir durch deinen Kopf schießen“ geantwortet und mit der Waffe hantiert haben.

Die weiteren Ermittlungen dauern an, sie werden – wie bei allen mutmaßlichen Hassverbrechen – vom Polizeilichen Staatsschutz des Landeskriminalamtes Berlin durchgeführt.