Nach Klau der Regenbogenfahne: Erste Parade im Salzburger Pinzgau

Am Samstag geht's mit einer Riesen-Regenbogenflagge durch Unken

Regenbogenflagge
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Ende Juni wurde in Unken im Pinzgau eine Regenbogenfahne vom Kirchturm gestohlen. Am Samstag kommt die Antwort auf diesen Diebstahl, der von den Initiator:innen der Aktion und der Pfarre als homofeindlicher Akt gewertet wird: In Form einer eigenen Regenbogenparade mit einer Riesen-Flagge. 

Das „Zeichen der Toleranz und Liebe“ am Kirchturm war nach sechs Tagen wieder weg

Am 12. Juni hissten die Initiatoren die Regenbogenflagge am Kirchturm hissten. Ein “Zeichen für Toleranz und Liebe in jeder Gestalt” sollte die Flagge sein. Doch nach nur sechs Tagen war sie wieder weg – Unbekannte hatten sie abgeschnitten. 

Als Reaktion darauf kündigte Klaus Horvat-Unterdorfer, Mitorganisator des PrideWeekend Salzburg, eine eigene Parade für Unken. Und diesen Samstag wird demonstriert: Wie das Portal Salzburg24 berichtet, zieht die Parade ab 16.00 Uhr durch die knapp 2000 Einwohner zählende Gemeinde.  

Ein Zeichen, dass die Mehrheit der Bevölkerung hinter der Community steht

Vom Gemeindeamt Unken soll es über die Kirche bis zum Schloss Oberrain gehen. Damit soll gezeigt werden, wie bunt und vielfältig auch der Pinzgau ist und die Mehrheit der Bevölkerung hinter der LGBTI-Community steht. „Denn wir sind überall – in jedem Dorf und in jeder Gemeinde“, so die Veranstalter:innen, die auch dem Pfarrer und dem Bürgermeister von Unken danken wollen. 

Höhepunkt der Regenbogenparade in Unken wird eine der größten Regenbogenflaggen Österreichs sein: Das zwölf mal drei Meter große Symbol der LGBTI-Community wurde vom Pongauer Arbeitsprojekt PAP genäht und soll dem Bürgermeister übergeben werden. 

“Ein unübersehbares Zeichen für ein weltoffenes Unken. So sollte jedem klar werden, dass Homophobie nirgendwo und schon gar nicht in Salzburg Platz hat“, so NEOS-Landesrätin Andrea Klambauer.