Berlin: Uber-Fahrer beleidigt Fahrgast schwulenfeindlich

Dann soll er den 26-Jährigen gegen den Kopf geschlagen haben

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In Berlin soll ein Uber-Fahrer einen Fahrgast in der Nacht zum Dienstag schwulenfeindlich beleidigt und geschlagen haben. Das berichtet die Berliner Polizei.

Es begann mit einem Streit über den Fahrpreis

Demnach haben sich Fahrer und Fahrgast im Stadtteil Niederschöneweide gegen 2.15 Uhr am Fahrziel in der Michael-Brückner-Straße wegen der Bezahlung gestritten. Dabei soll der Fahrer des Personenbeförderungs-Unternehmens den 26-Jährigen zunächst beleidigt und dann gegen den Kopf geschlagen haben. Seine 23 Jahre alte Begleiterin blieb unverletzt.

Das Opfer rief die Polizei, doch der Fahrer hatte den Tatort verlassen, bevor die Beamt:innen eingetroffen waren. Nun wird nach ihm gefahndet, der Polizei liegen das Kennzeichen des Autos und eine Beschreibung des Fahrers vor. Der Fahrgast klagte gegenüber der Polizei über Kopfschmerzen, wollte sich aber zunächst nicht medizinisch versorgen lassen.

Staatsschutz übernimmt die Ermittlungen

Wie bei allen Vorfällen mit mutmaßlich homophobem Hintergrund hat auch hier der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin die Ermittlungen übernommen.

Der Fall erinnert an einen ähnlichen Vorfall, der sich Anfang Juli in Wien ereignet hatte: Damals soll ein 59-Jähriger nach dem Besuch einer Szenebar von einem Taxifahrer aus Schwulenhass geschlagen und bestohlen worden sein. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.