“Maricón Perdido”: Warner holt schwule Erfolgsserie nach Deutschland

"Mein queeres Leben" ist die künstlerisch verdichtete Autobiografie des spanischen Autors Bob Pop

“Maricón Perdido” - Mein queeres Leben
Warner Media

Der Pay-TV-Sender Warner TV Serie holt eine beliebte queere Serie Spaniens in den deutschsprachigen Raum: Ab Ende November sind die sechs Folgen der Dramedy “Maricón Perdido”  – auf Deutsch etwa “hoffnungslose Schwuchtel” – zu sehen. Für die deutsche Ausstrahlung wurde mit “Mein queeres Leben” ein deutlich unverfänglicherer Titel gewählt. 

Eine Dramedy über den spanischen Autor Bob Pop – der sich auch selbst spielt

Die Serie basiert auf der Lebensgeschichte des Serienschöpfers Robert Enríquez, der in Spanien unter dem Namen Bob Pop bekannt ist. Beginnend in den 1980er Jahren erzählt die Serie die Geschichte eines liebenswerten Außenseiters und dessen Mobbing-Erfahrungen als übergewichtiger, schwuler Musical-Fan.  

Dabei ist Bob Pop in der Serie gleich drei Mal zu sehen: In parallelen Handlungssträngen zeigt ihn die Serie als Schüler in der Provinz, als Student auf der Suche nach sich selbst – und zusätzlich noch den Roberto Enríquez von heute. Mit “Maricón Perdido” liefert er eine kreativ verdichtete Autobiografie ab. Gedreht wurde die Serie in und um Barcelona sowie in Madrid. 

„Die Serie zu schreiben, war eine erlösende Erfahrung“

“’Maricón Perdido’ ist meine Geschichte, aber ich denke, sie steht stellvertretend für viele, die Ähnliches durchgemacht haben”, so Bob Pop: “Die Serie zu schreiben, war eine erlösende Erfahrung und hat mir geholfen, einen Punkt zu erreichen, an dem ich trotz allem glücklich bin. Eben weil ich meine Geschichte erzählen kann und nicht allein mit ihr bin.” 

In Spanien wurde die Serie mit Lob überhäuft – das liegt auch an dem Mann, um den es geht: der 50-jährige Bob Pop, der wegen Multipler Sklerose zeitweise im Rollstuhl sitzt, ist seit 2005 in seiner Heimat sehr erfolgreich als Komiker, Kritiker, Autor und Kolumnist unterwegs. Seine Bekanntheit nutzt er unter anderem dafür, auf LGBTQ+-Themen aufmerksam zu machen. 

„Mein queeres Leben“ nur fünf Monate nach der Premiere auf Deutsch

Marion Rathmann, als Vice President Entertainment Channels bei WarnerMedia unter anderem für Deutschland verantwortlich, freut sich, dass sie mit “Mein queeres Leben” zum ersten Mal eine Eigenproduktion ihrer spanischen Kollegen nach Deutschland holt.  

Die Serie stehe “nicht nur für das kreative und authentische Storytelling, das WarnerMedia weltweit auszeichnet. Die Dramedy zeigt auch, dass Europa längst in der ersten Liga der Serienproduktionen spielt”, ist Rathmann voll des Lobes über die Serie. 

In Spanien hatte die Serie erst am 18. Juni Premiere. Bereits am Donnerstag, dem 25. November, sowie eine Woche später, am 2. Dezember, laufen ab 20.15 Uhr jeweils drei Folgen der Serie in deutscher Erstausstrahlung. Die Episoden sind im Zweikanalton auf Deutsch und im spanischen Original zu sehen.