„Mein queeres Leben“: Spanische Erfolgsserie ab heute bei uns im Fernsehen

Das Leben von Bob Pop als Dramedy über die Untiefen des schwulen Lebens

“Maricón Perdido” - Mein queeres Leben
Warner Media

Unter dem deutschen Titel “Mein queeres Leben” zeigt der Pay-TV-Sender Warner TV Serie ab heute um 20.15 Uhr die spanische Dramedy “Maricón Perdido”  – auf Deutsch etwa “hoffnungslose Schwuchtel”. Heute gibt es die ersten drei Folgen der spanischen Erfolgsserie zu sehen, nächste Woche die letzten drei Folgen.

Das echte Vorbild hat das Buch geschrieben und spielt mit

Die Serie basiert auf der Lebensgeschichte des Serienschöpfers Robert Enríquez, der in Spanien unter dem Namen Bob Pop bekannt ist. Beginnend in den 1980er Jahren erzählt die Serie die Geschichte eines liebenswerten Außenseiters und dessen Mobbing-Erfahrungen als übergewichtiger, schwuler Musical-Fan. 

Dabei ist Bob Pop in der Serie gleich drei Mal zu sehen: In parallelen Handlungssträngen zeigt ihn die Serie als Schüler in der Provinz, als Student auf der Suche nach sich selbst – und zusätzlich noch den Roberto Enríquez von heute. Dabei machen ihm seine exzentrisch-selbstbezogene Mutter und sein zu Gewalt neigender Vater das Leben schwer, Zuneigung erfährt er nur von seinem Großvater.

Eine kreativ verdichtete Autobiografie

Mit “Maricón Perdido” liefert Bob Pop eine kreativ verdichtete Autobiografie ab. “’Maricón Perdido’ ist meine Geschichte, aber ich denke, sie steht stellvertretend für viele, die Ähnliches durchgemacht haben”, so der Schöpfer: “Die Serie zu schreiben, war eine erlösende Erfahrung und hat mir geholfen, einen Punkt zu erreichen, an dem ich trotz allem glücklich bin. Eben weil ich meine Geschichte erzählen kann und nicht allein mit ihr bin.”

In Spanien wurde die Serie mit Lob überhäuft – das liegt auch an dem Mann, um den es geht: der 50-jährige Bob Pop, der wegen Multipler Sklerose zeitweise im Rollstuhl sitzt, ist seit 2005 in seiner Heimat sehr erfolgreich als Komiker, Kritiker, Autor und Kolumnist unterwegs. Seine Bekanntheit nutzt er unter anderem dafür, auf LGBTQ+-Themen aufmerksam zu machen.

Bob Pop ist eine Art lebendes Gesamtkunstwerk, dessen künstlerische Ausdrucksformen alle irgendwie ineinandergreifen – es entstand eine Persona zwischen Humor und Schmerz, von der wohl nur Enríquez selbst weiß, welche Facetten exakt der Wahrheit entsprechen. In Spanien hatte die Serie erst am 18. Juni Premiere. Gedreht wurde die Serie in und um Barcelona sowie in Madrid. Die Episoden sind im Zweikanalton auf Deutsch und im spanischen Original zu sehen.