So kannst du der ukrainischen LGBTI-Community in Österreich helfen

Ob Unterkunft oder Geld: Jetzt muss die Community zusammenhalten

Sujetbild: Queer Ukraine
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Der Angriff der russischen Armee in die Ukraine beschäftigt auch die LGBTI-Community in ganz Europa – immerhin sind queere Menschen in der Ukraine nun besonders bedroht. Nun gibt es auch in Österreich erste Möglichkeiten, dieser verfolgten Community zu helfen.

Vienna Pride sammelt mögliche Unterkünfte für Geflüchtete

Eine Aktion kommt vom den Organisator:innen der Vienna Pride: Wer geflüchteten LGBTI-Personen aus der Ukraine – vor allem in Wien – eine Unterkunft zur Verfügung stellen kann, soll sich unter der E-Mail-Adresse ukraine@viennapride.at melden. Das Team der Vienna Pride meldet sich dann schnellstmöglich.

Flüchtende aus der Ukraine können derzeit sowohl die ÖBB als auch die Wiener Linien derzeit kostenlos nutzen. Die Einreise nach Österreich ist aufgrund einer EU-Vereinbarung ohne Visum möglich. Der Verein Queer Base bietet Betroffenen eine erste Unterstützung und Rechtsberatung an, der erste Kontakt erfolgt hier über die E-Mail-Adresse asylum@queerbase.at

Sitz der Queer Base ist in der Türkis Rosa Lila Villa in der Linken Wienzeile 102, sie ist vom Hauptbahnhof über die Buslinie 13A und mit den Buslinien 12A, 14A und der U-Bahn-Linie U4, Station Pilgramgasse, erreichbar.

Europäische Pride-Organisationen haben eine Spendenaktion gestartet

Der Verband der europäischen Pride-Organisationen (EPOA) hat ebenfalls eine Hilfsaktion  gestartet. Die Aktivist:innen der KyivPride und der Kharkiv Pride brauchen dringend Geld, um die Community zu unterstützen und sie in Sicherheit zu bringen.

Der EPOA-Vorstand ist mit den Veranstalter:innen der beiden Prides in direktem Kontakt. Der gesamte Betrag, der über die EPOA gespendet wird, geht an die beiden Organisationen.

Queere Nothilfe Ukraine fordert mehr Schutz für queere Geflüchtete

Unterdessen hat in Deutschland das Bündnis „Queere Nothilfe Ukraine“ eine Petition gestartet: Darin soll die Bundesregierung aufgefordert werden, queere Geflüchtete zu schützen. Vulnerable Minderheiten wie LGBTI oder Regenbogenfamilien seien weder in der Ukraine, noch in den umliegenden Erstaufnahmeländern sicher, heißt es im Text zur Petition.

Dem Verband gehören zahlreiche Organisationen an, unter anderem LSVD, Deutsche Aids-Hilfe, Quarteera, Munich Kyiv Queer und Queer Amnesty. Sie haben auch eine Spendensammelaktion gestartet. Das Bündnis fürchtet auch um die Sicherheit von LGBTI-Menschenrechtsaktivist:innen in der Ukraine. 

Bietest auch du eine Möglichkeit an, der LGBTI-Community in der Ukraine zu helfen? Wir berichten gerne darüber! Schreib uns an redaktion@ggg.at!