Mann und trans Frau in Berlin beleidigt und angegriffen

Drei Männer sollen die beiden Spazierenden auf Arabisch beteiligt haben

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In Berlin sind am Sonntagabend ein 35-jähriger Mann und eine 21-jährige trans Frau, die ihn begleitet hat, schwulen- und transfeindlich angegriffen worden. Das berichtet die Berliner Polizei. Der Tatverdächtige und seine Begleiter konnten einmal mehr unerkannt entkommen.

Einer der Angreifer ließ seine Faust sprechen

Der Vorfall soll sich an der Kreuzung der Dircksenstraße mit der Karl-Liebknecht-Straße in Berlin-Mitte zugetragen haben: Gegen 20.00 Uhr sollen drei Männer auf die beiden Spazierenden zugegangen sein und sie auf Arabisch homo- und transfeindlich beleidigt haben. Einer der Männer soll kurz danach ausgeholt und den 35-Jährigen ins Gesicht geschlagen haben.

Dabei soll er ihn an der Lippe verletzt haben. Es kam zu einer kurzen Rangelei, dann sei dem Angreifer die Flucht gelungen, berichtet die Polizei. Der Verletzte wurde in einem alarmierten Rettungswagen ambulant behandelt. Wie bei allen mutmaßlichen Hassverbrechen hat der Polizeischutz des Landeskriminalamtes Berlin die Ermittlungen übernommen.

Für Hassverbrechen gegen LGBTI gibt es eigene Ansprechpartner:innen

Die Berliner Polizei macht Hassverbrechen gegen sexuelle Minderheiten gezielt öffentlich. Dadurch kann der Eindruck entstehen, dass es in der deutschen Hauptstadt häufiger Übergriffe gibt. Derzeit sucht die Polizei unter anderem nach einer Frau, die einen Fahrgast der U-Bahn schwulenfeindlich beleidigt und geschlagen haben soll.

Opfer von Hasskriminalität können in der deutschen Hauptstadt unter anderem auf der Internetwache der Polizei Berlin  online eine Anzeige aufgeben. Bei der Berliner Polizei gibt es zudem zwei Ansprechpersonen für LSBTI . Damit soll Angehörigen sexueller Minderheiten, die oft aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Erstatten einer Anzeige nach einem Übergriff erleichtert werden.