Berlin: Trans Person von Jugendlichen bewusstlos geschlagen

Wieder ein Vorfall auf dem Hermannplatz in Neukölln

Berlin, Hermannplatz
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Erneut hat es in Berlin eine transfeindliche Attacke gegeben: In der Nacht zum Samstag haben vier Jugendliche eine trans Person am Hermannplatz im Stadtteil Neukölln zunächst beleidigt und dann bewusstlos geschlagen. Das meldet die Berliner Polizei.

Wie die 31 und 40 Jahre alten Betroffenen berichten, waren sie kurz nach vier Uhr am Hermannplatz unterwegs, als sie von mehreren Jugendlichen transfeindlich beleidigt wurden. Das Paar hat dann vier von ihnen zur Rede gestellt.

Nach einem Faustschlag wurde das Opfer bewusstlos

Daraufhin hat einer der Jugendlichen dem 40-jährigen Opfer einen Faustschlag verpasst, woraufhin dieser bewusstlos zu Boden ging. Dann konnten die Jugendlichen unerkannt flüchten. Nähere Informationen zu ihnen gibt es – wie bei polizeilichen Erstmeldungen üblich – nicht.

Die angegriffene Person kam kurz darauf wieder zu sich. Sie begab sich mit ihrer Begleitung in ein Krankenhaus in Neukölln. Dort wurde die Platzwunde am Kopf, die bei dem Angriff entstand, ambulant versorgt.

Die beiden Geschädigten zeigten den Vorfall noch im Krankenhaus bei der Polizei an. Die weiteren Ermittlungen hat, wie bei sämtlichen mutmaßlichen Fällen von Hasskriminalität, der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin übernommen.

Für Hassverbrechen gegen LGBTI gibt es eigene Ansprechpartner:innen

Die Berliner Polizei macht Hassverbrechen gegen sexuelle Minderheiten gezielt öffentlich. Dadurch kann der Eindruck entstehen, dass es in der deutschen Hauptstadt häufiger Übergriffe gibt.

Opfer von Hasskriminalität können in der deutschen Hauptstadt unter anderem auf der Internetwache der Polizei Berlin  online eine Anzeige aufgeben. Bei der Berliner Polizei gibt es zudem zwei Ansprechpersonen für LSBTI 

Damit soll Angehörigen sexueller Minderheiten, die oft aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Erstatten einer Anzeige nach einem Übergriff erleichtert werden.