Vor Parade in Klagenfurt: Hassbotschaft gegen LGBTI auf Autobahnbrücke

Doch die Besucher:innen setzten trotzdem ein starkes Zeichen für Toleranz und gleiche Rechte

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Einige Autofahrer:innen auf der Südautobahn trauten in der Nacht von Freitag auf Samstag ihren Augen kaum: Gegen 2.00 Uhr früh hängten Unbekannte bei Klagenfurt ein LGBTI-feindliches Transparent auf eine Autobahnbrücke. 

„No Pridemonth“ war zu lesen – von Pyro-Feuer umrahmt

Die Unbekannten hängten in der Nacht vor der Pride in Klagenfurt ein Transparent mit dem Hashtag “No Pridemonth” auf die Autobahnbrücke zwischen Klagenfurt und Krumpendorf, gut sichtbar in Fahrtrichtung Villach. Zusätzlich entzündeten sie Bengalische Feuer, um der Hassbotschaft die nötige Aufmerksamkeit zu geben. Das berichtet unter anderem das Portal 5min.at .

Der Hashtag ist nicht neu: Er war auch auf die Wand geschrieben, mit denen Identitäre den Eingang der Bücherei in Wien-Mariahilf zugemauert haben, um eine Kinderbuchlesung mit Drag Queen Candy Licious zu verhindern. Die Unbekannten in Kärnten dürften also aus einem ähnlichen Millieu stammen. 

Neuer Besucherrekord bei Regenbogenparade in Klagenfurt

Der Veranstalter der Klagenfurt Pride, der Verein Queer Klagenfurt/Celovec, und die mehr als tausend Besucher:innen – doppelt so viel wie erwartet – haben sich von der Hass-Botschaft auf jeden Fall nicht abschrecken lassen. „Es braucht die Pride, weil wir immer noch nicht kompromisslos wir selbst sein können, ohne Angst vor Gewalt haben zu müssen“, erklärte Obmensch Nadja Regenfelder auf der Kundgebung vor dem Marsch. 

Auf jeden Fall gab es für die Pride hochrangige Unterstützung durch die Kärntner Landespolitik. „Das ist ein ermutigendes und kraftspendendes Zeichen für Menschenrechte und gegen Diskriminerung”, meinte der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser von der SPÖ bei seiner Rede zu Beginn der Veranstaltung.