Zwei Männer auf Parkbank homophob beschimpft

Berliner Polizei meldet Vorfall im Großen Tiergarten

Sujetbild: Berliner Polizei
Sujetbild - Adobe Stock

Im Großen Tiergarten in Berlin sind am Montag zwei Männer von einem Unbekannten schwulenfeindlich beleidigt und angegriffen worden. Das meldet die Berliner Polizei. 

Auf einer Parkbank wurden die Männer beleidigt und angegriffen

Demnach saßen die beiden Männer, 59 und 83 Jahre alt, gegen 16.00 Uhr auf einer Parkbank am Faulen See und unterhielten sich. Plötzlich soll sich ein Unbekannter den beiden Männern von hinten auf einem schmalen Weg genähert und sie schwulenfeindlich beleidigt haben. 

Außerdem soll der Pöbler dem 83-Jährigen von hinten auf den Rücken geschlagen haben. Daraufhin schubste der 59-Jährige den Unbekannten weg. Der Mann entfernte sich – nicht, ohne noch einen Ast in Richtung der Parkbank zu werfen. Dieser traf die beiden dort Sitzenden nicht. 

Der Staatsschutz ermittelt wegen Hasskriminalität

Da es sich bei dem Vorfall mutmaßlich um Hasskriminalität handelt, hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin die Ermittlungen wegen Körperverletzungen und Beleidigungen übernommen. Nähere Informationen zum Tatverdächtigen gibt es derzeit nicht. 

Erst am letzten Donnerstag hat es in Berlin innerhalb weniger Stunden zwei LGBTI-feindliche Vorfälle gegeben. Im Wedding wurde eine 31-Jährige transfeindlich beleidigt und bedroht, in Kreuzberg haben mehrere Jugendliche ein schwules Paar attackiert. 

Für Hassverbrechen gegen LGBTI gibt es eigene Ansprechpartner:innen 

Die Berliner Polizei macht Hassverbrechen gegen sexuelle Minderheiten gezielt öffentlich. Dadurch kann der Eindruck entstehen, dass es in der deutschen Hauptstadt häufiger Übergriffe gibt.

Opfer von Hasskriminalität können in der deutschen Hauptstadt unter anderem auf der Internetwache der Polizei Berlin  online eine Anzeige aufgeben. Bei der Berliner Polizei gibt es zudem zwei Ansprechpersonen für LSBTI . Damit soll Angehörigen sexueller Minderheiten, die oft aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Erstatten einer Anzeige nach einem Übergriff erleichtert werden.