Auch in Bremen queerfeindlicher Zwischenfall am Rande des CSD

Eine Gruppe von Jugendlichen bedrängte eine junge Frau mit Regenbogenflagge

Sujetbild: Blaulicht eines Polizeiautos
Sujetbild - Adobe Stock

Auch in Bremen hat es am Samstag am Rande des Christopher Street Days einen LGBTI-feindlichen Zwischenfall gegeben. Unbekannte Jugendliche haben einer 25-Jährigen ihre Regenbogenfahne entrissen und die Frau beleidigt – der Staatsschutz ermittelt. 

Jugendliche bedrängten eine 25-Jährige mit Regenbogenflagge

Der Vorfall ereignete sich am Samstag gegen 17.10 Uhr. Die junge Frau war mit umgehängter Regenbogenflagge am Pfälzer Weg im Ortsteil Tenever unterwegs. Plötzlich näherten sich sieben bis acht Jugendliche und beleidigten die 25-Jährige LGBTI-feindlich. 

Schließlich entriss einer der Jugendlichen der jungen Frau die Regenbogenfahne, daraufhin gingen sie unbehelligt weiter. Der Jugendliche war etwa 1,70 bis 1,75 Meter groß und zwischen 16 und 18 Jahre alt. Er hatte dunkle Haare und blaue Augen, er trug eine Kapuzenjacke und ein dunkle Bauchtasche, die er quer umgehängt hatte. 

Der Bremer Staatsschutz sucht Zeugen

Der Staatsschutz der Bremer Polizei hat – wie bei allen mutmaßlichen Hassverbrechen – die Ermittlungen aufgenommen und sucht nun Zeug:innen. Wer den Vorfall gesehen hat oder Informationen über die Verdächtigen machen kann, wird gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst der Polizei Bremen unter +49/(0)421/362-3888 zu melden. 

Ebenfalls am Samstag fand in Münster der CSD statt. Dort wurde ein trans Mann bei einem Angriff schwer verletzt, er liegt noch im künstlichen Tiefschlaf