Schwulenfeindlicher Angriff mit Glasflasche in Frankfurt

Wieder ein Hassverbrechen an der Konstablerwache

Sujetbild: Konstablerwache
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Wieder hat es an der Frankfurter Konstablerwache einen schwulenfeindlichen Angriff gegeben: In der Nacht von Sonntag auf Montag soll ein 33-Jähriger zwei junge Männer zunächst beleidigt und dann geschlagen haben. Die Polizei konnte den Mann festnehmen.

Ein beherzter Zeuge rief die Polizei

Die Polizei wurde gegen 0.55 Uhr durch einen beherzten Zeugen, der eine Streife über die Schlägerei informierte, auf den Vorfall aufmerksam gemacht. Bisherigen Erkenntnissen zufolge soll der 33-Jährige einen 19- und einen 20-Jährigen zunächst schwulenfeindlich beleidigt haben. 

Dann habe er beiden Männern mit der Faust ins Gesicht geschlagen, schließlich dem Jüngeren mit einer Glasflasche ins Gesicht. Beide Opfer wurden bei dem Angriff verletzt. Die Ermittlungen dauern an, zur Identität des Angreifers oder den Hintergründen des Angriffs gibt es keine näheren Informationen.

Viele LGBTI-feindliche Angriffe in Frankfurt, vor allem um die Konstablerwache

In den letzten Monaten haben sich LGBTI-feindliche Angriffe in Frankfurt am Main gehäuft: Erst Ende August wurde ein 25-Jähriger zunächst schwulenfeindlich beleidigt und dann mit einem Stein beworfen. Vor gut einem Monat wurde ein 22-Jähriger beleidigt und mit einer Glasflasche angegriffen. Dann wurde ihm Reizgas ins Gesicht gesprüht.

Anfang Juli wurde ein 37-Jähriger beleidigt und geschlagen. Wenig zuvor wurde ein Mann im Bereich der Konstablerwache als „Scheiß-Schwuchtel“ beschimpft, verprügelt und – als er am Boden lag – auch noch getreten. 

Die Frankfurter Polizei kündigte deshalb schon im Juli an, ihre Präsenz bei der Konstablerwache zu verstärken, um sexuelle Minderheiten besser vor queerfeindlicher Gewalt zu schützen und schneller reagieren zu können.