WHO: Affenpocken könnten aus Europa wieder verschwinden

Dafür ist aber Engagement der offiziellen Stellen nötig

WHO-Zentrale
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Die Affenpocken könnten aus Europa wieder verschwinden, wenn die einzelnen dafür zuständigen Regierungen genügend Kräfte auf dieses Ziel richten. Zu diesem Schluss kommt die Weltgesundheitsorganisation (WHO). 

Aus vielen Ländern Europas kommen Signale, die Hoffnung geben

Wie die WHO letzte Woche mitteilte, gebe es in vielen europäischen Ländern wie Deutschland, Frankreich, Spanien, Portugal oder Großbritannien ermutigende Anzeichen. Die Zahl der gemeldeten Fälle gehe dort Woche für Woche zurück.

„Wir glauben, dass wir die anhaltende Übertragung der Affenpocken von Mensch zu Mensch in der Region eliminieren können“, so Hans Kluge, WHO-Regionaldirektor für Europa – und er fügt hinzu: „Um der Eliminierung näher zu kommen, müssen wir unsere Anstrengungen dringend verstärken.“

Auch in Österreich läuft die Schutzimpfung gegen Affenpocken schleppend an

Ein deutliches Signal an Staaten wie Österreich, bei denen die Schutzimpfung für Risikogruppen bislang eher schleppend anläuft. So war nach Informationen von GGG.at für diese Woche die erste Affenpocken-Impfstraße in Wien geplant – doch bis jetzt gibt es seitens der Stadt Wien dazu keine weiteren Informationen.

Seit Mai wurden mehr als 40.000 Affenpocken-Infektionen außerhalb des ursprünglichen Verbreitungsgebietes in Afrika gemeldet. Besonders betroffen sind dabei Männer, die Sex mit unterschiedlichen Männern haben. Zu den typischen Symptomen der Affenpocken gehören hohes Fieber, geschwollene Lymphknoten und Pusteln. Übertragen wird die Krankheit durch engen Körper- und Hautkontakt.

Affenpocken: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Während des aktuellen Ausbruchs wurden in Brasilien, Kuba, Ecuador, Indien, Spanien und den Vereinigten Staaten Todesfälle durch Affenpocken gemeldet. In Österreich wurden der AGES bis 26. August 253 Fälle von Affenpocken gemeldet, davon sind mittlerweile 81 Fälle genesen.