Donnerstag, 18. Juli 2024
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Regenbogen-Flitzer bei Fußball-WM: „Hoffe, es geht ihm gut“

Spieler äußert seine Solidarität mit der Störaktion

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Ein Flitzer mit mehreren politischen Botschaften, darunter auch einer Regenbogenflagge, ist am Montag in Katar beim WM-Gruppenspiel zwischen Portugal und Uruguay über das Spielfeld gerannt. Während die FIFA das Ereignis während der Live-Übertragung so gut wie möglich zensiert hatte, äußerten die Spieler Verständnis für die Aktion.

Ein Flitzer, drei wichtige Botschaften

Wenige Minuten nach dem Beginn der zweiten Halbzeit rannte der 35-jährige Mario Ferri im Lusail-Stadion in Katar mit der Fahne, auf der das Wort „Pace“ (Frieden) stand, über den Rasen. Dazu trug er ein T-Shirt, auf dem vorne ein Superman-Logo und „Save Ukraine“ und hinten „Respect for Iranian Women“ stand. 

Ferri, der Medienberichten zufolge als Profi-Fußballer unter anderem in seiner Heimat Italien sowie in Indien und Jordanien spielte, wurde von den Ordnern schnell gestoppt. Zwei von ihnen brachten ihn aus dem Innenraum des Stadions.

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Im Fernsehen war der Protest nur kurz zu sehen

Schiedsrichter Aliresa Faghani aus dem Iran hob die Fahne auf und brachte sie vom Spielfeld weg. Die Fernsehkameras der offiziellen FIFA-Übertragung zeigten den Zwischenfall nur kurz und schnitten dann auf unauffälligere Bilder. Der Flitzer war nur kurz im Bild, danach der Schiedsrichter beim Heraustragen der Fahne.

Dass der Flitzer auf den offiziellen Bildern nicht zu sehen war, fand ARD-Kommentator Tom Bartels „lächerlich“: „Lasst ihn dieses Zeichen setzen, das ist nun nicht wirklich gegen die Fifa-Karta: Für die Werte, für die auch die Regenbogenflagge steht. Jeder weiß, dass etwas passiert ist. Das ist nahezu grotesk, wenn das dann von der Regie nicht gezeigt wird. Uns ist bewusst, dass so etwas passieren kann, aber das ist dann Zensur und das hat die Fifa nicht nötig“, sagte er bei der Übertragung.

Auch. bei den Spielern fand die Aktion des 35-Jährigen durchaus Verständnis: „Ich hoffe, dass dem Burschen nichts passiert“, sagte etwa Portugals Spieler Ruben Neves nach dem Spiel. „Wir alle haben seine Botschaft verstanden, die ganze Welt.“