HomeNewsChronikWegen Make-up und Frauenkleidung: Queere Person verfolgt und geschlagen

Wegen Make-up und Frauenkleidung: Queere Person verfolgt und geschlagen

16-jähriges Opfer wollte die Jugendlichen zur Rede stellen

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In Berlin-Steglitz ist am Donnerstag eine 16 Jahre alte Person verfolgt und angegriffen worden – offenbar, weil sie geschminkt war und Frauenkleider getragen hat. Nun ermittelt der Berliner Staatsschutz wegen eines möglichen Hassverbrechens.

Zwei Jugendliche verfolgten die Person

Wie die Berliner Polizei mitteilte, ereignete sich der Vorfall gegen 17.00 Uhr: Das spätere Opfer war mit einem Bus der Linie 284 unterwegs. An der Haltestelle S-Bahnhof Lichtenfelde-Ost stiegen zwei Jugendliche zu. Siesollen die Person bereits im Bus schräg angeschaut haben.

Am Rathaus Steglitz stieg die Person, die sich später gegenüber der Berliner Polizei als Mann auswies, schließlich aus – und die beiden Jugendlichen folgten ihr bis in die Kuhligkshofstraße. Als die Person fragte, was sie von ihr wollten, gab ihr einer der beiden eine Ohrfeige. Daraufhin flüchteten die beiden jungen Männer.

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Wurde das Opfer wegen seines Äußeren zur Zielscheibe?

Das Opfer geht davon aus, dass es wegen seiner äußeren Erscheinung zur Zielscheibe für die beiden Jugendlichen geworden ist. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) wollte sich die Polizei nicht festlegen, dass es sich um eine homo- oder transfeindliche Tat gehandelt haben könnte.

Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin, der für mutmaßliche Hasskriminalität zuständig ist, hat dennoch die Ermittlungen übernommen. Die Berliner Polizei macht mögliche Hassverbrechen gegen sexuelle Minderheiten gezielt öffentlich, um Betroffene dazu bewegen, Vorfälle auch zu melden.

Dazu gibt es in Berlin bereits eine gut ausgebaute Infrastruktur: So haben sowohl die Polizei als auch die Staatsanwaltschaft  eigene Ansprechpartner:innen für queere Menschen. 

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