Donnerstag, 18. Juli 2024
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Queere Wirtschaft zeichnet queere Forschung aus

Sechs von 55 Arbeiten wurden mit dem begehrten Preis ausgezeichnet

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Alle zwei Jahre ehrt Pride Biz Austria, der Dachverband der Queer Business Women (QBW) und der Vereinigung schwuler Unternehmer (AGPRO) wissenschaftliche Leistungen im Bereich der LGBTI-Forschung mit einem eigenen Preis. Und auch dieses Jahr zeigten Einreichungen und Preisträger das hohe Niveau queerer Forschung in Österreich.

55 Einreichungen aus neun wissenschaftlichen Disziplinen

„Es ist schön zu sehen, dass sich so viele Forschungsvorhaben LGBTI-Themen widmen. 55 Einreichungen aus neun wissenschaftlichen Disziplinen sind ein starkes Signal der österreichischen Science-Community“, so Astrid Weinwurm-Wilhelm, Präsidentin von Pride Biz Austria und den QBW.

Letztendlich wurden sechs Arbeiten aus den Bereichen Tourismus, Soziale Arbeit, Politikwissenschaften, Psychologie, Kultur- und Filmwissenschaften sowie Informatik mit dem Pride Biz Forschungspreis ausgezeichnet. Sie zeigen die Vielfalt queerer Wissenschaft.

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Queere Reisevorlieben, politische Verortung der Community oder LGBTI-Gesundheit als Forschungsthemen

So wurden Nicole Gebhart, Paul Haller, Sonja Huber, Julia Steiner, Tinou Ponzer und Tobias Humer mit einer Arbeit über das Beratungsverständnis einer Beratungsstelle für Variationen der Geschlechtsmerkmale ausgezeichnet. Josue Steele Aizpurua Alvarado bekam seinen Preis für das Entschlüsseln queerer Reise-Vorlieben durch die Bilder von Instagram-Influencer:innen.

Michael Hunklinger bekam den Pride Biz Forschungspreis für seine Arbeit über die politische Verortung der LGBT-Community in Deutschland, und Nikola Komlenac, Flora Langmann und Margarethe Hochleitner sind der Frage nachgegangen, welchen Stellenwert die Gesundheit sexueller Minderheiten in der Lehre einer österreichischen Medizin-Universität hat.

„Wer sich zu mehr Vielfalt der Lebensformen bekennt, wird davon profitieren“

Katharina Müller beschäftigte sich in ihrer ausgezeichneten Arbeit mit dem Kuratieren audiovisueller Spuren der LGBTIQ+-Selbstdokumentation mit Österreich-Bezug und Katta Spiels Thema waren (non-)binäre Navigationen durch technologische Infrastruktur.

„Wer sich zu mehr Vielfalt der Lebensformen bekennt, wird davon profitieren. Mit unserem LGBTI-Forschungspreis verschaffen wir diesem wichtigen Prinzip noch mehr Öffentlichkeit“, ist Wittich Mahlknecht, Vizepräsident von Pride Biz Austria und Präsident der AGPRO, überzeugt.