Vor Prozess in Großbritannien: Kevin Spacey beteuert seine Unschuld

Der zweifache Oscar-Gewinner Kevin Spacey plädierte in einem Videocall vor einem britischen Gericht auf “nicht schuldig”. Der Prozess gegen den Schauspieler soll im Juni starten.

Kevin Spacey
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Wie das Branchenmedium Deadline  berichtet, hat Kevin Spacey vor dem Southwark Crown Court in allen sieben Anklagepunkten wegen sexueller Übergriffe auf “nicht schuldig” plädiert. Er nahm über Videotelefonie an der Verhandlung teil, für ihn gilt die Unschuldsvermutung. 

Ein Mann wirft Spacey sieben Übergriffe vor

Bei den Übergriffen, die dem 63-Jährigen diesmal zur Last gelegt werden, geht es um drei Fälle sexueller Belästigung, drei sexueller Übergriffe und einer Nötigung zu sexuellen Aktivitäten. Die Vorwürfe, die von einem einzigen Mann erhoben werden, sollen zwischen 2001 und 2004 stattgefunden haben. 

Insgesamt erwarten Spacey in England zwölf Anklagepunkte wegen sexueller Übergriffe. Vor mehr als fünf Jahren wurde bekannt, dass mindestens 20 Männer Vorwürfe gegen Spacey wegen „unangemessenen Verhaltens“ erhoben haben. Die Vorfälle sollen sich zwischen 2005 und 2013 ereignet haben, als er künstlerischer Leiter des Old Vic Theatre war.

Der Prozess soll Anfang Juni starten

Wie die BBC berichtet, soll der Prozess am 6. Juni 2023 starten und etwa drei bis vier Wochen dauern. Bereits bei der ersten Anhörung im Juni hatte Spaceys Anwalt betont, sein Mandant sei nach Großbritannien gekommen, um “seine Unschuld zu beweisen”. Auch ein Monat später bei einer weiteren Anhörung hatte Spacey auf “nicht schuldig” plädiert

Kevin Spacey ist durch Filme wie “American Beauty” und “Die üblichen Verdächtigen” sowie die Netflix-Serie “House of Cards” bekannt geworden. Für einen abrupten Abbruch seiner Karriere sorgten Vorwürfe der sexuellen Nötigung, die der Schauspieler Anthony Rapp gegen ihn erhob. 

Kurz darauf folgte eine Reihe weiterer Anschuldigungen in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien. Im Oktober sprach ein Zivilgericht in einem Schadenersatz-Prozess Spacey von den Vorwürfen Rapps praktisch frei