Homophobe Äußerungen: Mitarbeiter einer Rettungs-Leitstelle freigestellt

In Brandenburg an der Havel soll ein Mitarbeiter der Rettungsleitstelle durch „homophobe, menschenverachtende und extremistische Äußerungen“ aufgefallen sein – die Stadt reagierte schnell.

Blaulicht
Symbolbild - Archiv

Wie die Märkische Allgemeine   berichtet, hatte der Mann „homophobe, menschenverachtende und extremistische Äußerungen“ von sich gegeben. Am 7. Jänner wurde er deshalb von seinen Aufgaben freigestellt – nur zwei Tage, nachdem der für Feuerwehr und Rettungsdienst zuständige Beigeordnete Thomas Barz von der CDU von den Vorwürfen erfahren hatte.

Das Dienstverhältnis soll bald aufgelöst werden

Ohne den Mann vorzuverurteilen, müssten die Vorwürfe jetzt geklärt werden, betonte Barz. Die Personalabteilung prüfe Disziplinarmaßnahmen. Ein Angebot, die Stadtverwaltung stillschweigend zu verlassen, hätte der Mitarbeiter ausgeschlagen.

Der Beigeordnete sagte, er gehe aber davon aus, dass das Dienstverhältnis des Mannes, der als Disponent der Rettungsleitstelle auch in der Kritischen Infrastruktur eingesetzt worden war, dennoch bald aufgelöst werde.

Der Mann lehnte Corona-Impfungen ab und bezeichnete CDU und SPD als „Volksverräter“

„Wir haben sechs Aussagen von Zeugen beurkundet, von denen jede einzelne für disziplinarrechtliche Untersuchungen ausreichen würde, wahrscheinlich auch für Strafanzeigen“, so Barz gegenüber der Lokalzeitung.

So soll der Mann, der Impfungen gegen Corona ablehnt, nach dem Verkehrsunfall eines SPD-Abgeordneten von „Volksverrätern bei CDU und SPD“ gesprochen haben und gemeint, dass der Fahrer „ruhig hätte schneller fahren können“. Auch soll er gegen nicht-heterosexuelle Menschen gehetzt haben, die sich beispielsweise die Fingernägel lackieren.