Schwuler Profi-Sportler Simon Dunn ist tot

Simon Dunn, der wohl bekannteste offen schwule Bobfahrer und Rugby-Spieler, ist tot. Der Australier, der auch als LGBTI-Aktivist bekannt wurde, starb im Alter von 35 Jahren.

Simon Dunn
Simon Dunn/Instagram

Australien trauert um den beliebten Sportler. Seine Leiche wurde am Samstag ist seinem Apartment in der Innenstadt von Sydney gefunden. Das Management von Simon Dunn hat den Tod bestätigt. Genaue Informationen zur Todesursache gibt es noch nicht, es dürfte sich aber um einen Unfall gehandelt haben. Ein Sprecher der Polizei von New South Wales sagte, die Umstände seines Todes würden nicht als verdächtig angesehen.

Rugby und Bobfahren waren seine sportlichen Leidenschaften

Dunn wuchs in der Nähe von Sydney auf, wo er auch seine Leidenschaft zum Rugby entdeckte. Für mehr als ein Jahrzehnt spielte er immer wieder für die Sydney Convicts, ein schwules Rugby-Team. „Seine Talente erstreckten sich auch weit über das Rugbyfeld hinaus, und wir wissen, dass Simon durch seine Arbeit in der Community einen positiven Einfluss hatte, indem er oft öffentlich über die Herausforderungen sprach, denen LGBTIQA+-Menschen im Sport gegenüberstehen“, heißt es in einer ersten Stellungnahme des Teams.

In die Schlagzeilen kam er als erster offen schwuler Bobfahrer für das australische Team. Im Jahr 2016 beendete er seine Karriere im Eiskanal. Eine Rückkehr zu den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking scheiterte an einer Bizeps-Verletzung.

Sein Engagement in der Community wurde international geschätzt

Auch für sein Engagement in der LGBTI-Community wurde Simon Dunn geschätzt. So war er in Australien unter anderem Botschafter für die queeren Organisationen GiveOUT, die Bobby Goldsmith Foundation, die älteste Aids-Charity Australiens, und Pride in Sport. Er sei „leidenschaftlich gewesen, der Comminity etwas zurückzugeben und sich zu engagieren“, heißt es dazu in einer Stellungnahme seines Managements.

„Simon wurde in unserer Community weltweit geliebt, bewundert und respektiert“, so sein Management. „Er wird vermisst werden, nicht nur wegen seines Sportsgeistes, nicht nur wegen seiner geschätzten Ansichten über unsere Gemeinschaft und unseren Sport, sondern vor allem, weil er so ist, wie er war. Ein authentischer, rundum netter Mensch, der für jeden Zeit hatte.“

Simon Dunn hinterlässt seine Mutter, seine Schwester sowie Neffen und eine Nichte.