[Update] Schwulenfeindlicher Übergriff in der U-Bahn: Verdächtiger identifiziert

Die Berliner Polizei bittet die Öffentlichkeit um Mithilfe: Sie sucht mit einer Fotofahndung einen Mann, der einen Fahrgast in einer U-Bahn schwulenfeindlich beleidigte.

Tatverdächtiger (verpixelt)
Polizei Berlin

Der Vorfall ereignete sich am 5. Jänner 2022 in Berlin-Wilmersdorf: Der Mann, der nun von der Polizei gesucht wird, ist verdächtig, in der U-Bahn-Station Berliner Straße einen Fahrgast der U9 zunächst schwulenfeindlich beleidigt zu haben. Dann soll er versucht haben, den 51-Jährigen ins Gesicht zu treten und zu spucken. Das misslang allerdings, der Angegriffene wurde nicht verletzt.

Bis jetzt war die Suche nach dem Mann nicht erfolgreich

Seitdem sucht der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes Berlin nach dem Tatverdächtigen – bis jetzt ohne Erfolg. Die Ermittler:innen wenden sich deshalb jetzt an die Öffentlichkeit. Sie veröffentlichen ein Foto des mutmaßlichen Angreifers.

Dazu wollen sie wissen: Wer kann Angaben zur Identität oder dem Aufenthaltsort des Tatverdächtigen machen? Wer hat den Mann vor, während oder nach der Tat gesehen? Oder wer kann weitere sachdienliche Hinweise zum Tathergang oder dem Verdächtigen geben?

Die Polizei nimmt Hinweise entgegen

Hinweise nehmen das Landeskriminalamt Berlin am Bayernring 44 in 12101 Berlin-Tempelhof unter der Telefonnummer +49/(0)30/4664-953 528, per E-Mail an lka535@polizei.berlin.de, über die Internetwache der Polizei Berlin sowie jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Die Berliner Polizei informiert oft proaktiv über den möglichen LGBTI-feindlichen Hintergrund von Straftaten. Auch das Angebot, diese zu melden, ist in Berlin weit ausgebaut. So gibt es neben der Internetwache auch zwei Ansprechpersonen für LSBTI . Damit soll Angehörigen sexueller Minderheiten, die oft aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Erstatten einer Anzeige nach einem Übergriff erleichtert werden.

Update vom 8. Februar: Die Öffentlichkeitsfahndung war erfolgreich: Wie die Berliner Polizei mitteilte, konnte ein 28 Jahre alter Mann durch Hinweise aus der Bevölkerung identifiziert werden. Da die Öffentlichkeitsfahndung dadurch beendet ist, zeigt auch GGG.at nicht mehr das Klarbild des Verdächtigen. Die weiteren Ermittlungen des Polizeilichen Staatsschutzes dauern an.