Freitag, 1. März 2024
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20-Jährigen schwulenfeindlich beschimpft und ausgeraubt: Verdächtiger verhaftet

In Schleswig-Holstein konnte die Polizei einen 22 Jahre alten Mann schnappen, der während einer Bahnfahrt einen zwei Jahre jüngeren Mann mit einem Messer bedroht, schwulenfeindlich beleidigt und ausgeraubt hat.

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Der Vorfall ereignete sich am vergangenen Dienstag gegen 14.10 Uhr während einer Zugfahrt von Kiel nach Lübeck: Der 22-Jährige, als stämmig und südeuropäisch beschrieben, setzte sich neben den zwei Jahre jüngeren Mann, beschimpfte ihn offenbar schwulenfeindlich und forderte ihn auf, bei der nächsten Haltestelle in Elmschenhagen, einem Stadtteil im Südosten von Kiel, auszusteigen.

Der 22-Jährige nahm seinem Opfer mit vorgehaltenem Messer das Geld ab

Dort nahm der Tatverdächtige, der bei dem Vorfall eine „Alpha Industries“-Jogginghose trug, dem 20-Jährigen mit vorgehaltenem Messer einen mittleren zweistelligen Geldbetrag ab und flüchtete in Richtung Illerweg. Das Opfer blieb unverletzt und erstattete Anzeige. Eine schnell eingeleitete Fahndung nach dem Mann blieb ergebnislos.

Am Freitag konnten Bundespolizist:innen den Mann im CAP, einem Erlebniscenter mit Gastronomie und Kino am Kieler Hauptbahnhof, vorläufig festnehmen. Die Beamt:innen hatten den 22-Jährigen aufgrund eines Videos vom Dienstag erkannt.

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Nun wird wegen räuberischer Erpressung ermittelt

Die Polizist:innen übergaben den 22-Jährigen dem Kriminaldauerdienst. Nach der erkennungsdienstlichen Behandlung wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt. Nähere Informationen über den Tatverdächtigen wurden nicht veröffentlicht. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

Gegen den 22-Jährigen ermittelt nun das Kommissariat 13 der Bezirkskriminalinspektion wegen räuberischer Erpressung und des „Verdachtes einer homofeindlichen Tat“, wie die Polizei in Kiel am Dienstag mitgeteilt hat. Um welche LGBTI-feindlichen Beschimpfungen es sich gehandelt hat, gab die Polizei nicht bekannt.

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