[publishpress_authors_box layout="ppma_boxes_75184"]
HomePolitikInternational"Don't say Gay"-Gesetz: Kritik aus Washington

„Don’t say Gay“-Gesetz: Kritik aus Washington

Dass in Florida das umstrittene "Don't say Gay"-Gesetz auf alle Schulstufen ausgeweitet wurde, sorgt für deutliche Kritik - auch Washington.

Hinweis
Dieser Beitrag ist älter als 3 Jahre.

Am Mittwoch hat der Bildungsrat im US-Bundesstaat Florida dafür gestimmt, das von Kritikern „Don’t say Gay“ genannte Gesetz auf alle Schulstufen auszuweiten. Bereits seit 2022 ist es Lehrkräften in Florida praktisch verboten, aus eigenem Antrieb vom Kindergarten bis zur dritten Schulstufe über sexuelle Minderheiten zu reden. Nun gilt dieses Verbot bis zur zwölften Schulstufe.

Deutliche Kritik aus dem Weißen Haus

Für Kritiker sind das Gesetz, das offiziell „Parental Rights in Education“ heißt, und dessen Ausweitung Teil eines konservativen Kulturkampfes. Und Kritik daran kommt nicht nur aus der LGBTI-Community.

Auch das Weiße Haus hat das Gesetz verurteilt. „Die Zensur unseres Unterrichts ist nicht die Art und Weise, wie öffentliche Bildung in einem freien Land funktionieren sollte“, sagte gestern die Sprecherin von Präsident Joe Biden, Karine Jean-Pierre.

- Werbung -

Gouverneur Ron DeSantis verteidigt das Gesetz

Der erzkonservative Gouverneur Ron DeSantis verteidigte die Änderung des Gesetzes hingegen. „In Florida haben wir sichergestellt, dass Geschlechterideologie keinen Platz in unseren Schulen hat, vom Kindergarten bis zur zwölften Klasse“, so der 44-Jährige.

Man solle Kindern keine Dinge beibringen, die „nicht wahr“ seien und sehr schädlich für sie sein könnten, beklagt sich DeSantis, dem Ambitionen auf das US-Präsidentenamt nachgesagt werden.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich DeSantis auf Kosten der LGBTI-Community bei erzkonservativen Wähler:innen profiliert. So ist es in Florida verboten, trans Kinder bei der Anpassung ihres Geschlechts zu unterstützen oder an öffentlichen Gebäuden Pride-Flaggen zu hissen. Gender Studies wurden an Floridas Hochschulen abgeschafft, Performances von Drag Queens eingeschränkt.

Aktuelle Empfehlungen