Donnerstag, 30. Mai 2024
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Florida verbietet Behandlung von trans Jugendlichen

Der republikanisch regierte US-Bundesstaat Florida geht weiter gegen sexuelle Minderheiten vor. Diesmal geht es um bestimmte Eingriffe bei trans Jugendlichen.

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In Florida sind künftig chirurgische Eingriffe, Behandlungen mit Pubertätsblockern oder Hormontherapien für trans Jugendliche verboten. Ein entsprechendes Gesetz hat der republikanisch dominierte Kongress des US-Bundesstaates am Donnerstag gebilligt.

Medizinische Versorgung von trans Jugendlichen wird praktisch unmöglich

Damit ist die medizinische Versorgung für diese Gruppe praktisch unmöglich. Ausnahmen gibt es nur für Minderjährige, die bereits jetzt Hormone oder Pubertätsblocker nehmen. Auch der Zugang zu Behandlungen für Erwachsene soll durch das Gesetz eingeschränkt werden.

Der republikanische Abgeordnete Ralph Massullo, der das Gesetz mitgetragen hat, sagte, dass Kinder „an einen Punkt kommen müssen, an dem sie ihr Geschlecht erkennen und sich selbst akzeptieren können“. Sein Parteikollege Randy Fine verglich geschlechtsbejahende Fürsorge mit Kindesmissbrauch.

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Die Unterschrift von Gouverneur DeSantis gilt als Formsache

Damit das Gesetz in Kraft tritt, muss es noch von Gouverneur Ron DeSantis unterzeichnet werden. Das gilt als sicher – DeSantis profiliert sich derzeit mit einer Politik zulasten sexueller Minderheiten bei der konservativen Wählerschaft. Erst vor kurzem wurde das „Don’t say Gay“-Gesetz, das die Erwähnung sexueller Minderheiten in den unteren Schulstufen verbat, auf alle Schulklassen ausgedehnt.

Der rechte Flügel der Republikaner profiliert sich derzeit mit LGBTI-feindlichen Vorstößen: Ähnliche Gesetze zu Lasten von trans Personen haben in den vergangenen Monaten ein Dutzend republikanischer Bundesstaaten verabschiedet. In Tennessee wurden Auftritte von Drag Queens vor Minderjährigen praktisch verboten.