
Mit einem Fall von transfeindlicher Beleidigung im Stadtteil Mitte beschäftigt sich derzeit die Berliner Polizei: Das 17 Jahre alte Opfer war gegen 17.00 Uhr in einem Fitness-Studio in der Alexanderstraße. Dort wurde sie ohne ihr Wissen von einem ein Jahr jüngeren Ex-Mitschüler gefilmt.
Ex-Mitschülerin im Fitness-Studio gefilmt
Etwa zwei Stunden später soll der Bursche nach den bisherigen Erkenntnissen der Exekutive das Video – inklusive einer transfeindlichen Beleidigung – in einem Klassenchat veröffentlicht haben.
Weitere Angaben zu dem Fall – etwa ob die Schülerin von dem Posting erfahren hat oder wer Anzeige erstattet hat – gibt es derzeit nicht. Wie bei allen mutmaßlichen Hassverbrechen hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin die Ermittlungen übernommen.
Gewalt gegen sexuelle Minderheiten hat in Berlin viele Gesichter. Insgesamt zählte das queere Anti-Gewalt-Projekt Maneo im letzten Jahr 760 Fälle und Hinweise auf Übergriffe gegen sexuelle Minderheiten – von Beleidigungen bis zu massiven körperlichen Angriffen.
Für Hassverbrechen gegen LGBTI gibt es eigene Ansprechpartner:innen
Opfer von Hasskriminalität können in der deutschen Hauptstadt unter anderem auf der Internetwache der Polizei Berlin online eine Anzeige aufgeben.
Bei der Berliner Polizei gibt es zudem zwei Ansprechpersonen für LGBTI . Damit soll Angehörigen sexueller Minderheiten, die oft aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Erstatten einer Anzeige nach einem Übergriff erleichtert werden.