Mittwoch, 21. Februar 2024
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Beim Sexdate ausgeraubt: Berliner Polizei schnappt „deinBaby20“ nach Fotofahndung

Gute Nachrichten hat die Berliner Polizei: Zwei Männer, die einen Schwulen beim Sexdate ausgeraubt haben sollen, sind gefasst. Eine weitere Fotofahndung ist hingegen noch offen.

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Gut sechs Wochen, nachdem die Berliner Polizei die Öffentlichkeit um Hilfe gebeten hat, konnten nun zwei Tatverdächtige gefasst werden. Die beiden Männer werden verdächtigt, am 22. Jänner gegen 8.20 Uhr einen 34 Jahre alten Mann in der Chausseestraße in Berlin-Mitte während eines erhofften Dates ausgeraubt zu haben.

Statt Sex gab es Schläge: Raubüberfall beim Dating

Der Mann hatte sich über eine Dating-Plattform mit einem jungen Mann verabredet, der dort unter dem Nickname „deinBaby20“ zu finden war. Doch statt Sex kam der nun identifizierte 22-Jährige mit einem weiteren jungen Mann und raubte den 34-Jährigen aus. Dieser erlitt dabei Gesichtsverletzungen.

Am 12. Oktober wandte sich die Berliner Polizei schließlich mit Fahndungsfotos an die Öffentlichkeit. Nun teilte sie mit, dass der Tatverdächtige identifiziert werden konnte, auch der mutmaßliche Komplize, der ein Jahr älter ist, konnte namhaft gemacht werden.

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Eine zweite Fotofahndung ist noch offen

Die Ermittlungen dauern noch an. Die beiden jungen Männer – für sie gilt die Unschuldsvermutung – müssen sich wahrscheinlich wegen Raubes und Körperverletzung verantworten.

Noch offen ist übrigens eine weitere Fotofahndung der Berliner Polizei. Gesucht wird ein 18- bis 20-jähriger Verdächtiger, der vor einem halben Jahr mit einer zweiten Person Gäste und Personal der queeren Berliner Bar „Tipsy Bear“ beleidigt und mit Reizgas besprüht haben soll.

Für Hassverbrechen gegen sexuelle Minderheiten gibt es in Berlin eigene Ansprechpartner:innen

Angehörige sexueller Minderheiten, die Opfer von Hasskriminalität geworden sind, können in der deutschen Hauptstadt unter anderem auf der Internetwache der Polizei Berlin  online eine Anzeige aufgeben.

Bei der Berliner Polizei gibt es zudem zwei Ansprechpersonen für LGBTI . Damit soll Angehörigen sexueller Minderheiten, die oft aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Erstatten einer Anzeige nach einem Übergriff erleichtert werden.