Freitag, 19. Juli 2024
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„Ich glaub‘, das ist ’ne Frau“: Erkan und Stefan ätzen über Sam Dylan

Auf der Live-Streaming-Videoportal Twitch haben Erkan und Stefan die erste Folge der Trash-Reality-Serie "Forsthaus Rampensau Germany" kommentiert - und sind dort von einem schwulenfeindlichen Fettnäpfchen ins nächste getreten.

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Lange hat man von Erkan und Stefan nichts mehr gehört – nun sind die beiden Brachial-Komiker zu Gast in der deutschen Version von „Forsthaus Rampensau“. Diese ist derzeit im Bezahl-Bereich der Streaming-App Joyn zu sehen und kommt Anfang Jänner zu ProSieben ins Free-TV.

Wer wird die erste deutsche „Rampensau“?

Dabei müssen Mehr-oder-weniger-Prominentenpaare auf einer Hütte im Kärntner Lavanttal sich selbst und ihre Mitkandidat:innen überleben und sich in diversen Spielen bewähren. Wer das Finale gewinnt, darf sich nicht nur „Rampensau“ nennen, sondern darf auch das Preisgeld in der Höhe von 25.000 Euro mitnehmen.

Nun haben die beiden Ingolstädter, bürgerlich John Friedmann und Florian Simbeck, die erste Folge für ihre 57.000 Fans auf der Live-Streaming-Videoportal Twitch kommentiert – und haben dabei mehr als einmal übers Ziel hinausgeschossen.

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Erkan und Stefan: Schwulenfeindliche Kommentare über Sam Dylan

Besonders daneben: Die schwulenfeindlichen Kommentare gegenüber Mitkandidat Sam Dylan. Friedmann machte sich etwa über die „behinderte Nazi-Frisur“ von Dylan lustig – und fügte hinzu: „Und dann siehste, der hat überhaupt nix in der Hose. Mal ganz ehrlich: Ich glaub‘, das ist ’ne Frau.“ Was Simbeck mit „Wäre er gern, wäre er gern.“ beantwortete.

Und auch ein anderer Mitkandidat, „Temptation Island VIP“-Teilnehmer Flocke bekam sein Fett ab. Er sei ein möglicher „Umfaller“, der im Forsthaus schwulen Sextwitch haben könnte, mutmaßte Simbeck: „Der passt kurz nicht auf, schon hat er ’nen Pimmel im Arsch.“

Privat hätten sie andere Ansichten, verteidigen sich die beiden

Von der Bild  auf ihre Twitch-Kommentare angesprochen, entschuldigten sich die beiden Comedians für ihre Ausfälle. Sie hätten lediglich ihre Figuren Erkan und Stefan verkörpert. „Als Erkan und Stefan parodieren wir ja schon seit über 20 Jahren unbelehrbare Halbstarke, die sich durch vorgeschobene Maskulinität und Homophobie zu profilieren versuchen“, heißt es in einer Stellungnahme.

Privat habe man sich selbstverständlich „schon immer für Equality und Gleichstellung starkgemacht“, so Friedmann und Simbeck. Ihre Kommentare auf Twitch beurteilen sie nachträglich allerdings als „unwürdig“ und „vor allem ohne Comedy-Kontext für Außenstehende als schädlich und gehässig zu deuten. Das wollten wir nicht“.

Sam Dylan will die Entschuldigung nicht annehmen

Doch Sam Dylan glaubt den Beteuerungen nicht. „Das kommt nicht aus der Laune heraus, nicht im Eifer des Gefechts. Das ist deren Mindset“, ist er sich sicher. Ihre Entschuldigung will er deshalb nicht annehmen. „Ich denke, ihr Management hat ihnen diese Entschuldigung nahegelegt. Ich weiß ja, was sie von mir halten. Diese Einstellung ändert sich nicht über Nacht“, so Dylan zu Bild.

Die ProSiebenSat.1-Gruppe versucht nun, möglichst unbeschadet aus der Sache zu kommen. Der Twitch-Kanal von Erkan und Stefan stehe „nicht in redaktioneller Verantwortung von Joyn“. Während der Dreharbeiten sei „bei Beleidigungen, die eine Grenze überschreiten, direkt deeskalierend von der Produktion eingewirkt“ worden.

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