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Mord an trans Aktivistin Samantha Gómez Fonseca erschüttert Mexiko

Die trans Aktivistin Samantha Gómez Fonseca ist tot. Sie wurde brutal in einem Taxi ermordet, als sie ein Gefängnis in Mexiko-Stadt verließ. Der Fall erschüttert die LGBTIQA+-Community und wirft erneut ein Schlaglicht auf die Gewalt gegen trans Personen in Mexiko.

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Mexiko trauert um Samantha Gómez Fonseca. Die 37-jährige Menschenrechtsaktivistin, die für die linke Partei Morena für den Senat kandidiert hatte, wurde am Sonntag in Mexiko-Stadt ermordet. Laut ersten Berichten nahm sie nach dem Verlassen einer Haftanstalt im Süden der Stadt ein Taxi und wurde getötet, als das Fahrzeug anhielt und ein Angreifer durch das Fenster mehrere Male auf sie schoss. 

Erschreckende Serie an Gewalttaten gegen trans Menschen

Der Mord an Gómez Fonseca ist Teil einer erschreckenden Serie von Gewalttaten gegen trans Menschen in Mexiko: Es ist bereits der dritte Mord an einer trans Frau in diesem erst 16 Tage alten Jahr. Zwei weitere trans Menschen wurden nach Berichten von Menschenrechtsgruppen brutal angegriffen. 

Deshalb hat dieser Fall nicht nur in der trans Community Bestürzung und Forderungen nach Gerechtigkeit ausgelöst. Salma Luévano, das erste trans Mitglied der mexikanischen Abgeordnetenkammer, forderte Gerechtigkeit für Samantha und alle anderen Opfer. Sie betonte, dass Hassreden oft zu Hassverbrechen führen.

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Demonstrant:innen fordern Gerechtigkeit für Samantha

Am Montag kam es in Mexiko-Stadt zu Protesten: Etwa hundert Menschen skandierten Sprüche wie „Samantha hör zu, wir kämpfen für dich“ oder trugen Schilder mit der Aufschrift „Eure Hassrede tötet“. Einige Demonstranten sprühten die Worte „Trans lives matter“ an die Wände des mexikanischen Nationalpalastes.

Manche Teilnehmer:innen der Demonstration gaben dem mexikanischen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador eine Mitschuld an der Welle der Gewalt gegen trans Menschen. Er hatte in der vergangenen Woche seine Parteifreundin Luévano als „Mann in Frauenkleidern“ bezeichnet. López Obrador entschuldigte sich später dafür, Luévano nahm die Entschuldigung an.

Kämpferin für Menschenrechte und die Würde von trans Menschen

Samantha Gómez Fonseca setzte sich aktiv für die politische Teilhabe queerer Personen und die Rechte von Menschen, die ihrer Freiheit beraubt wurden, ein. Für ihren Kampf um Menschenrechte erhielt sie im Oktober eine Medaille. Ihr letzter öffentlicher Aufruf galt einer Kundgebung für die Würde von trans Personen, die am Montag stattfinden sollte.

Die Reaktionen auf ihren Tod reichen von tiefer Trauer bis hin zu wütenden Forderungen nach Gerechtigkeit und einem Ende der Gewalt gegen trans Menschen. Temístocles Villanueva, ein Abgeordneter von Morena, beschrieb Gómez Fonseca als „eine brillante Frau mit einer umfangreichen Karriere“ und betonte ihr langjähriges Engagement für ein inklusiveres Mexiko. 

Auch international erregt der Mord an der Aktivistin Aufmerksamkeit. Carla Antonelli, die erste trans Abgeordnete und Senatorin Spaniens, teilte die Nachricht vom Tod der mexikanischen Gómez Fonsecas. Der Fall zeige, wie wichtig es sei, die Gewalt gegen trans Personen in Mexiko und weltweit anzusprechen und zu bekämpfen, schreibt sie in sozialen Medien.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt – doch die Gewalt bleibt

Die Staatsanwaltschaft von Mexiko-Stadt hat nun eine Untersuchung nach den Richtlinien für Feminizide eingeleitet. Bis jetzt konnten noch keine Verdächtigen festgenommen werden. Auch die genauen Motive des Verbrechens sind noch unklar.

Der Mord an Samantha Gómez Fonseca reiht sich in eine alarmierende Statistik ein: Alleine im Jahr 2023 zählte die LGBTI-Menschenrechtsorganisation „Letra S“ 35 Morde an trans Frauen in Mexiko.

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