Donnerstag, 18. Juli 2024
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Transfeindlicher Übergriff: Gruppe gegen Paar in Berlin

Erneut hat es in Berlin einen transfeindlichen Übergriff gegeben: Zwei trans Personen sollen in der U-Bahn von einer Gruppe angegriffen und beleidigt worden sein. Die Tätverdächtigen konnten unerkannt entkommen.

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Der Vorfall ereignete sich im Berliner Ortsteil Wittenau. Am Donnerstagabend ist es nach Informationen der Berliner Polizei gegen 22.10 Uhr in einem Wagen der Linie U8 zu einem transfeindlichen Vorfall gekommen.

Während der U-Bahn-Fahrt beleidigt, nach dem Aussteigen geschlagen

Nach den bisherigen Erkenntnissen und Aussagen von Zeug:innen sind die beiden trans Personen, 19 und 21 Jahre alt, noch während der Fahrt von einer Gruppe aus sieben Personen bedrängt und zu ihrer Geschlechtsidentität befragt worden.

Als die Beiden in der U-Bahn-Station Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik ausstiegen, ist ihnen die Gruppe gefolgt. Anschließend sollen die Tatverdächtigen die beiden trans Personen mit Fäusten geschlagen haben. Dann flüchteten sie unerkannt in Richtung Oranienburger Straße.

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Beide Frauen wurden bei dem Angriff verletzt

Die 21-Jährige wurde bei dem Übergriff im Gesicht verletzt. Sie konnte von alarmierten Rettungskräften vor Ort behandelt werden. Die 19-Jährige erlitt Verletzungen an der Nase. Sie musste zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden.

Nähere Informationen zu den Tatverdächtigen gibt es zur Stunde nicht. Wie bei allen mutmaßlichen Hassverbrechen hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin die Ermittlungen übernommen.

Für Hassverbrechen gegen sexuelle Minderheiten gibt es in Berlin eigene Ansprechpartner:innen

Angehörige sexueller Minderheiten, die Opfer von Hasskriminalität geworden sind, können in der deutschen Hauptstadt unter anderem auf der Internetwache der Polizei Berlin  online eine Anzeige aufgeben.

Bei der Berliner Polizei gibt es zudem zwei Ansprechpersonen für LGBTI . Damit soll Angehörigen sexueller Minderheiten, die oft aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Erstatten einer Anzeige nach einem Übergriff erleichtert werden.