Dienstag, 18. Juni 2024
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Drei Burschen schwulenfeindlich beschimpft und mit Reizgas angegriffen

Am Wochenende hat es im Berliner Stadtteil Kreuzberg einen weiteren queerfeindlichen Zwischenfall gegeben. In der Nacht zum Sonntag wurden drei Männer beleidigt und mit Reizgas angegriffen.

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Die Berliner Polizei meldet einen weiteren schwulenfeindlichen Zwischenfall: In der Adalbertstraße in Kreuzberg wurden drei Männer am Sonntag gegen 1.00 Uhr beleidigt und angegriffen.

Unbekannte beleidigten die drei jungen Männer zunächst, dann wurde es ungemütlich

Den bisherigen Ermittlungen zufolge waren die drei jungen Männer, zweimal 20 und einmal 21 Jahre alt, gerade unterwegs, als sie von zwei Unbekannten angesprochen wurden. Einer der Männer beleidigte sie dabei schwulenfeindlich, der andere besprühte sie mit Reizgas. Danach flüchtete das Duo unerkannt in Richtung Reichenberger Straße.

Die drei Burschen erlitten bei dem Angriff Augenreizungen, die durch die Besatzung eines alarmierten Rettungswagens vor Ort behandelt wurden. Wie bei allen mutmaßlichen Fällen von Hasskriminalität hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes Berlin die weiteren Ermittlungen übernommen.

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Es ist nicht der einzige queerfeindliche Vorfall, den die Berliner Polizei für das Wochenende meldet. Ebenfalls am Sonntag in der Früh wurde ein schwules Paar in der S-Bahn-Station Treptower Park nach einem Kuss beleidigt und geschlagen, in Berlin-Mitte soll ein 20-Jähriger einen Mann vor einem Imbiss mit einer Flasche geschlagen und dann schwulenfeindlich beleidigt haben.

Für Hassverbrechen gegen sexuelle Minderheiten gibt es in Berlin eigene Ansprechpartner:innen

Angehörige sexueller Minderheiten, die Opfer von Hasskriminalität geworden sind, können in der deutschen Hauptstadt unter anderem auf der Internetwache der Polizei Berlin  online eine Anzeige aufgeben.

Bei der Berliner Polizei gibt es zudem zwei Ansprechpersonen für LGBTI . Damit soll Angehörigen sexueller Minderheiten, die oft aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Erstatten einer Anzeige nach einem Übergriff erleichtert werden.