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Wachmann in Flüchtlingsunterkunft getötet: Trans Frau tatverdächtig

In Potsdam wurde der Wachmann einer Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung getötet. Dringend tatverdächtig ist eine trans Frau. Das Motiv ist unklar.

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Am Donnerstag gegen 4.30 Uhr früh ist es in einer Asylunterkunft in der Geschwister-Scholl-Straße in Brandenburg zu einer tödlichen Auseinandersetzung gekommen. Ein Wachmann, ein 33 Jahre alter Syrer, wurde dabei so schwer verletzt, dass er wenig später im Krankenhaus verstarb.

Eine trans Frau, die in der Unterkunft wohnt, gilt als dringend tatverdächtig

Medienberichten zufolge gilt eine trans Frau, die in der Unterkunft wohnt, als dringend tatverdächtig. Sie konnte am Donnerstagnachmittag in Berlin festgenommen werden. Das hat die Staatsanwaltschaft Potsdam mitgeteilt. 

Ein Zivilbeamter habe die trans Frau schließlich am Berliner Alexanderplatz erkannt, wenig später konnten sie alarmierte Kräfte der Bundespolizei in der Nähe des Bahnhofs Zoologischer Garten festnehmen. 

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Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat einen Haftbefehl beantragt

Sie wurde nach ihrer Festnahme durch die Mordkommission der Polizeidirektion West vernommen. Die Staatsanwaltschaft hat einen Haftbefehl wegen Totschlags beantragt. Heute soll sie dem Gericht vorgeführt werden.

Einzelheiten zu den Tatumständen – etwa, ob es einen Zusammenhang mit der geschlechtlichen Identität der Verdächtigen gibt – sind noch nicht bekannt. Auch hat die Behörde bis jetzt keine offiziellen Informationen über die Identität der Verdächtigen veröffentlicht.

Oberbürgermeister Schubert: „Ein trauriger Tag für unsere Stadt“

In einer ersten Stellungnahme hat der Potsdamer Oberbürgermeister Mike Schubert von der SPD mit Bestürzung reagiert. „Heute ist ein trauriger Tag für unsere Stadt. Ein Mensch, der im Auftrag unserer Stadt Schutzsuchende beschützt hat, ist Opfer eines Gewaltverbrechens geworden“, wird er in einer Pressemitteilung zitiert.

Wie die Stadt weiter berichtet, kümmert sich die Notfall-Seelsorge um die Bewohner:innen der Unterkunft und die Kolleg:innen des getöteten Wachmanns. Die Stadt hat das ehemalige Hotel „Schloßgarten“ 2022 als Notunterkunft für die Unterbringung von Geflüchteten gemietet, zur Zeit leben dort 30 Menschen in 17 Zimmern, überwiegend Familien.

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