Donnerstag, 18. Juli 2024
HomeSzeneSteiermarkGraz: Regenbogenflagge nach einer Stunde gestohlen

Graz: Regenbogenflagge nach einer Stunde gestohlen

Anlässlich des Pride Months hat die SoHo Steiermark im Grazer Volksgarten unter prominenter Beteiligung eine Regenbogenflagge gehisst. Doch die Freude über das Zeichen der Toleranz währte nur kurz.

Meistgelesen

Neu auf GGG.at

Das Hissen de Regenbogenflagge vor dem SPÖ-Pavillion im Grazer Volksgarten war ein groß angelegter Termin der sozialdemokratischen LGBTI-Gruppe SoHo. Zahlreiche Politprominenz war eingeladen, um beim Hissen dabei zu sein. 

Sogar Parteichef Andreas Babler war beim Hissen der Flagge dabei

So war neben der steirischen SoHo-Vorsitzenden Anna Robosch, Landesrätin Doris Campus und Joe Niedermayer, dem Chef der RosaLila PantherInnen auch SPÖ-Parteichef Andreas Babler nach Graz gekommen, um am Samstag gegen 10.15 Uhr das Zeichen der Toleranz zu hissen.

Doch die Freude war nur von kurzer Dauer. Denn nach einer Stunde war nicht nur die Parteiprominenz verschwunden, sondern auch die Flagge. Doch schon bald hatten die SoHo-Aktivist:innen eine Spur: Bei einer Gassi-Runde hatte ein Passant abends die Flagge hinter dem Zaun zum Mühlgang entdeckt.

- Werbung -

Offenbar wollten Unbekannte die Flagge im Mühlgang „entsorgen“

Offenbar wollte jemand die Flagge im Mühlgang „entsorgen“, vermutet die SoHo. Von dort konnte die Aktivist:innen der SoHo Steiermark die Regenbogenfahne am nächsten Morgen schließlich retten, um sie wieder vor dem Pavillon aufzuhängen. 

Auf dem Weg zurück kam es dann zum nächsten unschönen Zwischenfall. Ein Paar, das vorbeiging, rief Robosch zufolge den Aktivist:innen zu, man solle „die Fahne verbrennen“.

Robosch, die auch Grazer Gemeinderätin ist, hat angekündigt, beide Fälle heute anzuzeigen. „Wir werden sowohl den Angriff auf die Fahne als auch die persönliche Anfeindung unserer Aktivist:innen zur Anzeige bringen, denn wir werden den Hass nicht einfach hinnehmen. Und wir werden uns schon gar nicht einschüchtern lassen, sondern weiterhin offen und stolz sichtbar sein“, erklärt sie.