HomeSzeneKärntenRechte verdecken Klagenfurter Regenbogen-Zebrastreifen mit Landesflagge

Rechte verdecken Klagenfurter Regenbogen-Zebrastreifen mit Landesflagge

Einen queerfeindlichen Vorfall hat es in Kärnten gegeben: Unbekannte haben den ersten Regenbogen-Zebrastreifen Klagenfurts mit den Kärnten Landesfarben zugedeckt. Nun ermittelt die Kriminalpolizei.

Vor den City Arkaden befindet sich der erste und bis jetzt einzige Regenbogen-Zebrastreifen in Klagenfurt. Er wurde heute, Freitag, in der Früh zum Ziel einer fremden- und queerfeindlichen Aktion, vermutlich aus dem rechtsextremen Milieu.

Landesflagge, Bengalos und Hass-Flugblätter mitten in Klagenfurt

Wie die Kärntner Polizei in einer Aussendung mitteilte, legten bis jetzt unbekannte Täter gegen 6.00 Uhr zwei Stoffstreifen in den Kärntner Landesfarben auf den Regenbogen-Zebrastreifen. Außerdem zündeten sie zwei Bengalfackeln an und warfen Flugblätter mit rassistischem und LGBTI-feindlichem Inhalt in die Luft.

Auf diesen hieß es unter anderem, man sei gegen die „Verunstaltung des öffentlichen Raums mit Regenbogenpropaganda“. Danach konnten die Provokateure unerkannt entkommen. Die Kriminalpolizei ermittelt. Bei dem Vorfall wurde niemand gefährdet oder verletzt.

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Jedes Jahr gibt es in Kärnten Aktionen gegen die Community

Die Grüne Landessprecherin Olga Voglauer zeigte sich in einer ersten Stellungnahme entsetzt. Sie sagte gegenüber dem ORF Kärnten , die Aktion reihe sich nach dem letztjährigen Angriff auf die Pride in eine ganze Serie von Aktionen ein, die Intoleranz und LGBTQI-Feindlichkeit offen zur Schau zu stellen. 

So hängten Unbekannte etwa vor zwei Jahren eine Hassbotschaft gegen die LGBTi-Community von einer Autobahnbrücke – auch damals von Begnalfackeln unterstützt. Letztes Jahr kam es bei der Klagenfurter Regenbogenparade ebenfalls zu einem Störversuch der Rechten – ebenfalls bei den City Arkaden.

Für Voglauer ist diese Entwicklung „besorgniserregend“. Es zeige, dass eine diskriminierungsfreie Gesellschaft, in der sich alle Menschen frei und selbstbestimmt entfalten können, auch heute noch eine Zukunftsvision sei, für die man kämpfen müsse, so die Grüne Landessprecherin.

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