Mittwoch, 24. Juli 2024
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Jugendbande lockt schwulen Mann in den Wald und prügelt ihn halbtot

In Nordrhein-Westfalen konnte die Polizei eine Jugendbande festnehmen, die Männern über eine Dating-App Sex anbot und sie anschließend ausraubte. Ein 58-Jähriger hätte den Überfall fast nicht überlebt.

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Der Überfall geschah am vergangenen Donnerstag gegen 17.45 Uhr: Ein 58 Jahre alter Mann hatte sich im Raum Hagen über eine Dating-App für Schwule mit einem vermeintlichen Escort verabredet. Doch dabei handelte es sich um die Falle einer Jugendbande.

Der angebliche Escort lockte des 58-Jährigen in einen Wald

Am vereinbarten Treffpunkt an der Alten Heerstraße im Stadtteil Hohenlimburg wartete tatsächlich ein junger Mann auf den 58-Jährigen. Er schlug zum ahnungslosen Mann vor, mit ihm in den Wald zu gehen.

Doch dort lauerten fünf weitere Personen auf den 58-Jährigen. Sie prügelten brutal auf ihn ein und raubten ihm sein Bargeld. Anschließend flüchteten sie. Der lebensgefährlich verletzte Mann konnte nach dem Angriff noch selbst den Notruf wählen.

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Die Polizei konnte sechs Jugendliche festnehmen

Die Polizei leitete sofort eine Fahndung ein – mit Erfolg: Mit Hilfe eines Polizeihubschraubers konnten sechs mutmaßliche Täter im Alter zwischen 15 und 18 Jahren in einem Waldstück entdeckt und kurz darauf in der Nähe eines Gewerbegebiets festgenommen werden.

Mittlerweile sind die Teenager wieder auf freiem Fuß. Gegen sie wird wegen gefährlicher Körperverletzung und schweren Raubes ermittelt. Bei dem Opfer besteht keine Lebensgefahr mehr.

Die Polizei vermutet, dass es noch weitere unbekannte Opfer gibt

Die Polizei vermutet nun, dass der Überfall auf den 58-Jährigen nicht die einzige Tat der Teenager war. Es sei zuvor bereits zu mehreren ähnlichen Taten gekommen, heißt es.

„Noch jemand hat eine solche Tat angezeigt, außerdem gibt es weitere Taten, die in dieses Muster passen“, erklärte Polizeisprecherin Ramona Arnhold der Westfalenpost .

Die Polizei Hagen bittet deshalb Personen, die Opfer einer solchen Tat geworden sind oder ein Opfer eines solchen Zwischenfalles kennen, sich bei ihr unter der Telefonnummer +49/(0)2331/986-2066 zu melden.