Mehr als tausend Menschen zeigten am Samstag, dass sie Teil der queeren Community in Vorarlberg sind oder sich mit ihr solidarisieren: Sie marschierten beim achten CSD Vorarlberg vom Kornmarktplatz kommend durch die Stadt.
Bei der Abschlusskundgebung gab es auch ein kleines Pride Village
Die Parade endete auch wieder auf dem Platz, auf dem eine Bühne und ein kleines Pride Village aufgebaut war. Neben Reden, Live-Musik und Peformance gab es auch Informationsstände und Beratungsangebote verschiedener Organisationen und Initiativen.
Bei der Parade gehe es um Sichtbarkeit, erklärte Emanuel Wiehl, Obperson von CSD Pride Vorarlberg, gegenüber dem ORF . Es sei aber auch wichtig, dass die Community ein Zeichen erhalte, dass sie mit ihren Themen nicht alleine sei.
Der Landtags-Wahlkampf überschattet auch die Community
Gerade in den letzten Monaten war es für queere Menschen in Vorarlberg hart: Die Stadtbibliothek Dornbirn hat etwa nach Drohungen eine geplante Drag-Queen-Kinderbuchlesung abgesagt. Mitte Juni brannten in der Dornbirner Innenstadt mehrere Regenbogenfahnen des Stadtmarketings Dornbirn.
Einer der Gründe dafür, dass die Auseinandersetzungen härter werden: Im Herbst wählt Vorarlberg einen neuen Landtag. Und wie Fynn Kirchner, Vorsitzender des LGBTI-Vereins GoWest beobachtet, wird dieser Wahlkampf auch auf dem Rücken der queeren Community ausgetragen.

