Freitag, 19. Juli 2024
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Hitlergruß und Nazi-Parolen bei Pride: Polizei ermittelt

Einen bitteren Nachgeschmack hat die Pride in Spittal/Drau, die am 15. Juni bereits zum vierten Mal stattgefunden hat: Die Polizei ermittelt wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung.

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An die einhundert Teilnehmer:innen setzten am 15. Juni in der Kärntner Bezirkshauptstadt Spittal/Drau ein Zeichen für Toleranz, als sie bei der bereits vierten Pride Spittal mitmarschierten. Nun ermittelt allerdings die Polizei wegen eines Vorfalls bei der Parade.

Im Stadtpark wurden die Teilnehmenden von einer Gruppe junger Männer bedroht

Wie der ORF Kärnten  berichtet, waren die Teilnehmer:innen gerade im Stadtpark unterwegs, als der Zug von einer Gruppe junger Männer bedroht wurde. „Wir wurden mit vielen positiven Reaktionen begrüßt, aber auch mit scheußlicher Hetze und Hitlergruß konfrontiert“, so ein Teilnehmer in den Sozialen Medien.

Außerdem sollen die Jugendlichen die Teilnehmer:innen der Spittal Pride verbal bedroht und mit ihren Händen Waffen angedeutet haben. Auch Nazi-Parolen sollen gefallen sein. Körperliche Übergriffe hat es nicht gegeben.

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Nun laufen die Ermittlungen

Die Teilnehmer:innen zeigten den Vorfall sofort bei der Polizei an. „Es wurde Anzeige erstattet, nun laufen die Ermittlungen“, bestätigt die Landespolizeidirektion (LPD) Kärnten der Kronen Zeitung .

Es ist nicht der einzige Vorfall, der sich in Kärnten rund um die Prides ereignet hat. In Klagenfurt wurde ein Regenbogen-Zebrastreifen mit Stoffbahnen in den Landesfarben überdeckt. Außerdem wurden Flugblätter mit queerfeindlichem und rassistischem Inhalt verteilt.