Mittwoch, 24. Juli 2024
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„Marienhof“-Star Erwin Aljukić im Rollstuhl aus Münchner Cruising-Bar getragen

Für jede Menge Gesprächsstoff sorgt ein Vorfall, der sich am Freitag in einer Münchner Cruising-Bar ereignet hat: Schauspieler Erwin Aljukić, der wegen eines Gendefekts im Rollstuhl sitzt, soll der Eintritt verweigert worden sein. Während der Betroffene von Diskriminierung spricht, hat der Betreiber der Bar eine klare Antwort.

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Es war am Freitag, als der Münchner Schauspieler Erwin Aljukić, bekannt als Darsteller in der ARD-Serie „Marienhof“, nach einer Vorstellung in den Münchner Kammerspielen noch auf einen Absacker in das Camp in der Reisingerstraße, eine Men-Only-Cruisingbar, wollte.

Dem Schauspieler wurde der Eintritt in die Cruisingbar verweigert

„Dort war ich schon zwei- bis dreimal, es war immer nett, erzählt Aljukić, der sich vor zwei Jahren öffentlich geoutet hat, der Münchner tz . Doch diesmal wurde der Schauspieler, der wegen eines Gendefekts auf den Rollstuhl angewiesen ist, nicht ins Lokal gelassen.

Die Bar sei nicht rollstuhlgeeignet, sagte ihm der Kassierer am Eingang. Das konnte der 47-Jährige nicht verstehen. „Aber der Raum ist ebenerdig und ich war schon mal hier, das war kein Problem“, erklärt der Schauspieler. Da sich Aljukić weigerte, das Lokal zu verlassen, rief der Wirt schließlich die Polizei.

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Zum Schluß trugen vier Männer Aljukić im Rollstuhl aus dem Lokal

„Zwei Streifen rückten an und erklärten mir, der Wirt könne entscheiden, wen er einlasse und wen nicht.“, erinnert sich der Publikumsliebling. Zum Schluss nahmen vier Männer den Rollstuhl und trugen Aljukić gegen seinen Willen aus dem Lokal. „Niemals in meinem ganzen Leben habe ich so etwas erlebt!“, ist Aljukic geschockt.

Doch der Wirt steht hinter der Entscheidung. Man habe Aljukić den Zutritt zum Lokal verweigert, „da wir mit dieser Person bereits mehrfach schlechte Erfahrungen gemacht haben“, erklärte er der tz.

Das Lokal will mit Aljukić bereits „mehrfach schlechte Erfahrungen gemacht haben“

Da er sich „immer aggressiver gegenüber unserem Personal zeigte, sahen wir uns gezwungen, die Polizei zu verständigen, um unser Hausrecht durchzusetzen.“ Auch gegenüber der Polizei habe sich der Schauspieler „zunehmend aggressiv“ gezeigt, schildert der Wirt. Das Camp verstehe sich „als queerer Safeplace für alle Männer. Wir möchten unseren Gästen einen sicheren und angenehmen Aufenthalt ermöglichen“.

Bei Erwin Aljukić sitzt der Schock über den Rauswurf noch immer tief. „So was passiert ausgerechnet in einer Community, die selber um Gleichberechtigung kämpft“, ist er empört – und will nun mit seinem Anwalt reden.