Es war ein rauschendes Fest in der Wiener Innenstadt: Die Parfümerie-Kette Douglas hatte letzte Woche zur Eröffnung ihres Luxus-Flagship-Stores in der Wiener Innenstadt geladen. Als prominenter Gast war unter anderem Hollywood-Star Diane Kruger vor Ort.
Nach dem Luxus-Event wollte Tamara Mascara mit dem Taxi nach Hause, als es passierte…
Rund 250 Gäste feierten im exklusiven Rahmen. Das DJ-Set dazu kam von Drag-Queen Tamara Mascara. Sie sorgte mit ihren Beats und einem extravaganten Auftritt für ausgelassene Stimmung bei dem Event.
Nach der Veranstaltung wollte die ehemalige „Dancing Stars“-Teilnehmerin mit einem Taxi nach Hause fahren. Doch als sie den Wagen rufen wollte, passierte etwas Unschönes: „Ich geh in eine Seitengasse der Kärntner Straße und werde angepöbelt, auf das ekelhafteste“, erinnert sie sich in ihrer Insta-Story.
Die Reaktion der Drag Queen dürfte den Pöbeln eine Lehre sein
Doch wer glaubt, dass Tamara Mascara die Pöbler damenhaft gewähren lässt, kennt die Drag Queen schlecht. „Ich hab zurückgeschrien, und zwar so richtig. Ich bin ja auch in Wien aufgewachsen und kann das dann auch so richtig g’schissen“, macht sie klar.
Doch Tamara Mascara ist klar: „Nicht alle haben die Möglichkeiten wie ich und können mit einem Taxi wegfahren“. Sie mahnt ihre Fans, vorsichtig zu sein. „Die Leute haben einen kompletten Dachschaden“, so die Drag Queen.
Tamara Mascara warnt: „Die Leute haben einen kompletten Dachschaden“
Doch dieser Dachschaden könne nicht die Ausrede dafür sein, Beleidigungen auf sich sitzenzulassen, stellt Tamara klar: „Wenn jemand ein Problem hat, mit jemandem, der frei ist, der lebt wie er will, sich schminkt und Spaß hat an Mode und Make-up, dann muss er damit selber zurechtkommen“, spricht sie Klartext.
Mit ihrem Erlebten ist aber Tamara Mascara nicht alleine. Denn Vorfälle gegen Angehörige sexueller Minderheiten scheinen sich auch in Wien zu häufen. Erst zuletzt wurde der Fall eines 22-Jährigen öffentlich, dem mitten am Westbahnhof in den Bauch getreten wurde, weil er schwul ist.
„Mir haben einige wegen der Storys geschrieben, dass ihnen derzeit ständig so etwas passiert“, sagt auch die Drag-Queen. Wie oft solche Vorfälle passieren ist unklar. Eine zentrale, von der Community akzeptierte Meldestelle für queerfeindliche Vorfälle wie in anderen Städten gibt es in Wien nicht.

